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Tag 2 - Rom

Es ist 0.20 Uhr und auf der Straße vor dem Haus tobt der Autoverkehr! An Schlafen ist nicht zu denken. Die Müllabfuhr leert die Container. Dann ist mein Kühlschrank so laut, das ich ihn ausschalte. Ich schlafe ca. eine Stunde, als der Kühlschrank wieder anspringt. Jetzt reichts. Ich ziehe den Stecker. Plötzlich stehe ich in einer Pfütze. Durch das Abstellen fängt er an abzutauen. Ich lege ein Handtuch vor den Kühlschrank und gehe wieder zu Bett. Draußen ist immer noch viel los. Alarmanlagen, Vespas, Motorräder usw. Es ist jetzt ca. 2.00 Uhr. Augen zu und weiterschlafen!

Peng, was war das? Ist der Kühlschrank immer noch an? Licht wieder an. Aus dem Gefrierfach hat sich Eis gelöst. Zwei große Eisplatten sind runtergefallen! Ich sammle sie raus und trockne den Kühlschrank von innen. Das Eis ist jetzt weg. Ich lege mich wieder hin. Es ist jetzt schon 3.00 Uhr. Ich bin total müde und ziehe mir die Bettdecke über die Ohren.

Um 8.30 Uhr klingelt der Wecker. Da ich ja nur ein paar Tage in Rom bin, wollte ich nicht den ganzen Tag verschlafen und quäle mich aus dem Bett. Ich schnappe mir einen Gutschein und gehe frühstücken. Es ist wirklich das Café, in dem ich gestern schon den Croissant gekauft habe. Ich gebe den Gutschein ab und bekomme ein Croissant meiner Wahl und ein Kaffeegetränk. Ich entscheide mich für einen Cappuccino. Für 2,50 Euro extra würde es einen Saft oder Joghurt extra geben. Für weitere 2,50 Euro noch ein Müsli mit Milch dazu. Mir reicht erstmal das Croissant und der Kaffee. Um 10.30 Uhr mache ich mich auf den Weg. Ich möchte zum Pantheon. Mit Google Maps finde ich schnell den Weg. Es soll eine Art Kirche sein, sieht aber für mich, gar nicht so aus. Ich bin ganz fasziniert von den riesigen Säulen davor. Wie schon gestern auf dem Palazzo Navano gibt es hier auch einen großen verzierten Brunnen mit Obelisk. Es soll ganz viele Obelisken in Rom geben. Sie wurden scheinbar aus Ägypten gestohlen. Deshalb haben sie auch ägyptische Schriftzeichen eingemeißelt.

Der Himmel ist heute bedeckt. Ich bin froh, dass ich eine lange Hosen und eine Jacke an habe, denn es ist doch noch etwas kühl. Heute will ich etwas shoppen gehen. Es gibt tolle Geschäfte in der Stadt und ich muss mich zusammenreißen, da ich nicht sehr viel Platz in meinem Koffer habe. Es hat schon den ganzen Vormittag genieselt und jetzt fängt an zu regnen. Richtig dicke Tropfen fallen vom Himmel. Ich rette mich in ein Steakhouse. Da es schon fast 14.00 Uhr ist und mein Weg zum Hotel noch weit ist, bestelle ich mir ein Steak mit Salat. Es schmeckt sehr gut. Besonders lecker sind die Pommes, die ich als Beilage bekomme. Sie sind aus frischen Kartoffeln geschnitten und haben teilweise sogar etwas Kartoffelschale am Rand. Echt lecker! Sie schmecken richtig nach Kartoffeln.

Um ca. 15.00 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg. Als ich im Hotel ankommen, bin ich total k.o.. Zum einen habe ich einen langen Fußmarsch hinter mir, zum anderen war die Nacht sehr kurz. Ich legen mich hin und schlafe bis um 17.00 Uhr. Das tat gut. Ich habe das Fenster zu gelassen, sodass ich etwas mehr Ruhe hatte.

Ich stehe langsam auf und suche nach einem Restaurant in der Nähe, indem ich Abendbrot essen kann. Ich entdecke eines ganz in der Nähe des Hotels. Es heißt „Romeo“ und hat sehr gute Kritiken. Das werde ich mal testen. Ich ziehe mich an und gehe los. Mit Google Maps habe ich das Restaurant schnell gefunden, doch ich kann nicht erkennen, ob es geöffnet ist. Plötzlich geht ein älterer Herr an mir vorbei, öffnet die Tür und geht hinein. Okay, dann gehe ich doch mal hinterher. Ich werde sofort von einem Kellner in Empfang genommen. Im Eingangsbereich sind viele Sachen zum Verkauf ausgestellt. Nudeln, Wein, Käse u.v.m.

Dahinter ist das Restaurant. Oh, Oh! Es sieht sehr vornehm aus. Ich werde zu einem Tisch gebracht, nachdem ich gefragt wurde, ob ich reserviert habe. „Nein, leider nicht.“ Das macht nichts. Ein kleiner Tische ist noch frei. Mir wird der Stuhl herangerückt und der Kellner stellt mir sogar noch einen Stuhl für meine Handtasche extra hin. Dann kommt eine Kellnerin. Sie gibt mir die Speisekarten. Eine sehr Umfangreiche für Getränke und eine etwas übersichtlichere für Speisen. Es gibt Starter, 1. Gang, 2. Gang und Dessert. Außerdem eine Seite nur mit italienischem Mozzarella und eine Seite mit französischem Käse. Dann noch eine nur mit Schinken in verschiedenen Variationen. Oh, man. Ich wollte doch eigentlich nur Pasta essen. Ich entdecke, dass der 1. Gang überwiegend aus Nudelgerichten besteht. Im 2. Gang gibt es Fleisch und Fisch. Vorweg essen die Italiener scheinbar Antipasti, dann gibt es ein Nudelgericht und dann Fleisch- oder Fischgerichte. Zum Abschluss dann eine Nachspeise die süß ist und dann noch einen Espresso. Ja, und dann könnte man mich nach Hause rollen und mein Portemonnaie wäre leer!

Ich beschließe, mir ein Nudelgericht und ein Dessert zu bestellen. Die Kellnerin ist sehr verständnisvoll, als ich ihr erkläre, dass ich es nicht gewohnt bin so viele Gänge zu essen. Ich nehme Ravioli mit Kräuter-Ricotta und Artischocken-Chips. Dazu trinke ich eine Flasche stilles Wasser. Das macht man scheinbar so. Im Steakhouse habe ich das auch schon bekommen. Es sind meistens 0,7 l Flaschen, die dann zwischen 1,50 und 2,00 Euro kosten. Das finde ich okay, wenn man bedenkt, dass es in Rom ca. 1500 Brunnen gibt, an denen man sich einfach Wasser in Flaschen abfüllen kann. Wasser in bester Qualität. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert und schmeckt!

Mein Essen kommt. Die Portion ist übersichtlich, aber die Soße und die Ravioli schmecken sehr gut! Aber es passt auf jeden Fall noch ein Dessert rein. Ich lass mir die Karte noch einmal geben und entscheide mich für Pannacotta mit Cashewkernen und Olivenöl-Crumble. Das Desserts ist sehr dekorativ angerichtet, und wieder sehr übersichtlich, aber es schmeckt auch sehr gut. Jetzt bin ich satt und um 30,00 Euro ärmer. Man, das werde ich nicht so oft machen. Aber es war wirklich superlecker!

Heute will ich mir noch den größten Brunnen in Rom anschauen, den Fontana di Trevi. Der Weg dorthin führt mich an der Engelsburg vorbei und durch die Stadt, über eine der vielen Brücken, die mit Skulpturen verziert sind. Ich mache wieder viele Fotos, weil ich das alles total faszinierend finde. Besonders abends, wenn alles so schön beleuchtet ist.


Der Trevi-Brunnen ist ein Monumentalbrunnen und sieht wirklich beeindruckend aus. Besonders jetzt in der Dunkelheit durch schöne Beleuchtung!

Rom ist wirklich eine beeindruckende Stadt. Ich finde es auch sehr gut, dass man viele Strecken zu Fuß erledigen kann. Man merkt meistens erst auf dem Rückweg zum Hotel, wie weit man schon gelaufen ist. Es ist schon ca. 0.30 Uhr als ich im Hotel ankomme. Nun aber schnell zu Bett. Gute Nacht! „Buona Notte!“



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