Rom - Tag 1
Abfahrt in Kiel um 10.30 Uhr. Mein Mann bringt mich zum Flughafen Hamburg. Durch einen Streik wurde mein Flug von geplant 10.20 Uhr über Köln nach Rom, umgebucht in einen Direktflug ab Hamburg um 12.50 Uhr. Manchmal haben Streiks auch Vorteile! Um 12.00 Uhr bin ich in Hamburg und checke ein. Der Abflug verspätet sich, weil die Maschine aus Düsseldorf kommend Verspätung hat. Um 13.00 Uhr wird mein Flieger zur Rollbahn geschleppt (!) weil die Druckluft nicht funktioniert! Etwas später, sozusagen, mit Starthilfe-Kabel werden wir in die Luft gejagt. Zum Glück funktioniert dann aber alles gut.
Es ist ein ruhiger Flug, obwohl in Hamburg der Himmel sehr dunkelgrau war.
Die Landung in Rom ist etwas holprig, weil es sehr windig ist. Um 15.20 Uhr landen wir. Ich hole meinen Koffer und mache mich auf den Weg zur Bushaltestelle. Es ist etwas kompliziert, weil ich nicht genau weiß, wo ich hin muss und wo es die Fahrkarten gibt. Zum Glück gibt es im Flughafen WLAN, so kann ich schon mal nachschauen. Mit Hilfe von Wegweisern und netten Busfahrern habe ich schnell die Haltestelle gefunden. Die Frage mit der Fahrkarte klärt sich auch, da eine Fahrkarten-Verkäuferin direkt an der Haltestelle steht. Ich zahle 6,00 Euro für ein Ticket, das finde ich okay. Der Busfahrer fragt mich wo ich aussteigen möchte, weil die Koffer danach sortiert werden. „Termini Vaticano“, sage ich. Er ist verwirrt. „Termini or Vaticano?“ Ach so, Termini ist der Bahnhof und Vaticano heißt nur Vaticano. „Dann Vaticano!“ Okay, er verstaut die Koffer und ich steige ein. Im Bus gibt es freies WLAN! Echt super! Um 16.30 Uhr fahren wir ab. Um 17.15 Uhr bin ich an meiner Haltestelle.
Jetzt geht´s los! Mit Stadtplan und Google Maps suche ich mir meinen Weg. Ich habe meinen Vermieter, Andrea, schon über WhatsApp vorab informiert, dass ich auf dem Weg bin. Ich habe Hunger und hole mir in einem Café kurz vor meinem Hotel ein Croissant und einen Cappuccino. Nur zwei Türen weiter ist mein B&B El Dorado, Vatikan!
Eine riesige Tür führt in ein Treppenhaus. Ich klingeln. Eine zweite Tür öffnet sich und eine Etage höher hört man eine Stimme. Es ist Andrea, mein Vermieter. Ein uralter Fahrstuhl öffnet sich. Ich überlege noch kurz, ob ich da wirklich einsteigen soll, doch der Koffer neben mir überzeugt mich und ich steige ein.
Drei Etagen höher wartet schon Andrea, ein junger Italiener, auf mich und hilft mir mit dem Gepäck. Er zeigt mir mein Zimmer. Es ist klein, sieht aber sehr gemütlich aus und hat alles, was man braucht. Ein Bett, ein Schrank, Tisch und zwei Stühle und ein kleines Bad mit Dusche. Da ich eigentlich ohne Bad gemietet habe (aus Versehen), muss ich nach 4 Tagen einmal umziehen, habe dann aber auch immer ein Zimmer mit Bad. Jetzt habe ich das Zimmer „Diamant“, dann geht es in das Zimmer „Rubin“. Es gibt noch „Saphir“, „Chrystal“ und „Gold“. Außerdem kann man eine Gemeinschaftsküche benutzen. Für das Frühstück bekomme ich Gutscheine für ein Café, ganz in der Nähe. Es scheint das Café zu sein, in dem ich gerade den Croissant gekauft haben! Ich packe erstmal den Koffer aus. Langsam bekomme ich Hunger und suche mir im Internet eine Pizzeria. Um 20.45 Uhr mache ich mich auf den Weg. Die Wege in Rom sind nicht so weit, wie sie auf der Karte aussehen.
Ich gehe in ein Restaurant am Campo di Fiori. Da es mir für eine Pizza jetzt schon zu spät ist, habe ich mir einen Salat bestellt. Er schmeckt sehr gut! Auf dem Rückweg zum Hotel besuche ich noch die Piazza Navona. Es gibt dort 3 Brunnen. Sie sehen wirklich imposant aus, mit den riesigen Statuen. Erst als ich wieder im Hotel bin, merke ich, dass ich ganz schön k.o. bin. Schnell schminke ich mich ab und dann haue ich mich in die Federn. Ah, das tut gut! Fenster auf und schlafen. Tja, das war wohl nichts!
Rom - Tag 2
Es ist 0.20 Uhr und auf der Straße vor dem Haus tobt der Autoverkehr! An Schlafen ist nicht zu denken. Die Müllabfuhr leert die Container. Dann ist mein Kühlschrank so laut, das ich ihn ausschalte. Ich schlafe ca. eine Stunde, als der Kühlschrank wieder anspringt. Jetzt reichts. Ich ziehe den Stecker. Plötzlich stehe ich in einer Pfütze. Durch das Abstellen fängt er an abzutauen. Ich lege ein Handtuch vor den Kühlschrank und gehe wieder zu Bett. Draußen ist immer noch viel los. Alarmanlagen, Vespas, Motorräder usw. Es ist jetzt ca. 2.00 Uhr. Augen zu und weiterschlafen!
Peng, was war das? Ist der Kühlschrank immer noch an? Licht wieder an. Aus dem Gefrierfach hat sich Eis gelöst. Zwei große Eisplatten sind runtergefallen! Ich sammle sie raus und trockne den Kühlschrank von innen. Das Eis ist jetzt weg. Ich lege mich wieder hin. Es ist jetzt schon 3.00 Uhr. Ich bin total müde und ziehe mir die Bettdecke über die Ohren.
Um 8.30 Uhr klingelt der Wecker. Da ich ja nur ein paar Tage in Rom bin, wollte ich nicht den ganzen Tag verschlafen und quäle mich aus dem Bett. Ich schnappe mir einen Gutschein und gehe frühstücken. Es ist wirklich das Café, in dem ich gestern schon den Croissant gekauft habe. Ich gebe den Gutschein ab und bekomme ein Croissant meiner Wahl und ein Kaffeegetränk. Ich entscheide mich für einen Cappuccino. Für 2,50 Euro extra würde es einen Saft oder Joghurt extra geben. Für weitere 2,50 Euro noch ein Müsli mit Milch dazu. Mir reicht erstmal das Croissant und der Kaffee.
Um 10.30 Uhr mache ich mich auf den Weg. Ich möchte zum Pantheon. Mit Google Maps finde ich schnell den Weg. Es soll eine Art Kirche sein, sieht aber für mich, gar nicht so aus. Ich bin ganz fasziniert von den riesigen Säulen davor. Wie schon gestern auf dem Palazzo Navano gibt es hier auch einen großen verzierten Brunnen mit Obelisk. Es soll ganz viele Obelisken in Rom geben. Sie wurden scheinbar aus Ägypten gestohlen. Deshalb haben sie auch ägyptische Schriftzeichen eingemeißelt.
Der Himmel ist heute bedeckt. Ich bin froh, dass ich eine lange Hosen und eine Jacke an habe, denn es ist doch noch etwas kühl. Heute will ich etwas shoppen gehen. Es gibt tolle Geschäfte in der Stadt und ich muss mich zusammenreißen, da ich nicht sehr viel Platz in meinem Koffer habe.
Es hat schon den ganzen Vormittag genieselt und jetzt fängt an zu regnen. Richtig dicke Tropfen fallen vom Himmel. Ich rette mich in ein Steakhouse. Da es schon fast 14.00 Uhr ist und mein Weg zum Hotel noch weit ist, bestelle ich mir ein Steak mit Salat. Es schmeckt sehr gut. Besonders lecker sind die Pommes, die ich als Beilage bekomme. Sie sind aus frischen Kartoffeln geschnitten und haben teilweise sogar etwas Kartoffelschale am Rand. Echt lecker! Sie schmecken richtig nach Kartoffeln.
Um ca. 15.00 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg. Als ich im Hotel ankommen, bin ich total k.o.. Zum einen habe ich einen langen Fußmarsch hinter mir, zum anderen war die Nacht sehr kurz. Ich legen mich hin und schlafe bis um 17.00 Uhr. Das tat gut. Ich habe das Fenster zu gelassen, sodass ich etwas mehr Ruhe hatte.
Ich stehe langsam auf und suche nach einem Restaurant in der Nähe, indem ich Abendbrot essen kann. Ich entdecke eines ganz in der Nähe des Hotels. Es heißt „Romeo“ und hat sehr gute Kritiken. Das werde ich mal testen. Ich ziehe mich an und gehe los. Mit Google Maps habe ich das Restaurant schnell gefunden, doch ich kann nicht erkennen, ob es geöffnet ist. Plötzlich geht ein älterer Herr an mir vorbei, öffnet die Tür und geht hinein. Okay, dann gehe ich doch mal hinterher. Ich werde sofort von einem Kellner in Empfang genommen. Im Eingangsbereich sind viele Sachen zum Verkauf ausgestellt. Nudeln, Wein, Käse u.v.m.
Dahinter ist das Restaurant.
Oh, Oh! Es sieht sehr vornehm aus. Ich werde zu einem Tisch gebracht, nachdem ich gefragt wurde, ob ich reserviert habe. „Nein, leider nicht.“ Das macht nichts. Ein kleiner Tische ist noch frei. Mir wird der Stuhl herangerückt und der Kellner stellt mir sogar noch einen Stuhl für meine Handtasche extra hin. Dann kommt eine Kellnerin. Sie gibt mir die Speisekarten. Eine sehr Umfangreiche für Getränke und eine etwas übersichtlichere für Speisen. Es gibt Starter, 1. Gang, 2. Gang und Dessert. Außerdem eine Seite nur mit italienischem Mozzarella und eine Seite mit französischem Käse. Dann noch eine nur mit Schinken in verschiedenen Variationen. Oh, man. Ich wollte doch eigentlich nur Pasta essen. Ich entdecke, dass der 1. Gang überwiegend aus Nudelgerichten besteht. Im 2. Gang gibt es Fleisch und Fisch. Vorweg essen die Italiener scheinbar Antipasti, dann gibt es ein Nudelgericht und dann Fleisch- oder Fischgerichte. Zum Abschluss dann eine Nachspeise die süß ist und dann noch einen Espresso. Ja, und dann könnte man mich nach Hause rollen und mein Portemonnaie wäre leer!
Ich beschließe, mir ein Nudelgericht und ein Dessert zu bestellen. Die Kellnerin ist sehr verständnisvoll, als ich ihr erkläre, dass ich es nicht gewohnt bin so viele Gänge zu essen. Ich nehme Ravioli mit Kräuter-Ricotta und Artischocken-Chips. Dazu trinke ich eine Flasche stilles Wasser. Das macht man scheinbar so. Im Steakhouse habe ich das auch schon bekommen. Es sind meistens 0,7 l Flaschen, die dann zwischen 1,50 und 2,00 Euro kosten. Das finde ich okay, wenn man bedenkt, dass es in Rom ca. 1500 Brunnen gibt, an denen man sich einfach Wasser in Flaschen abfüllen kann. Wasser in bester Qualität. Es ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es funktioniert und schmeckt!
Mein Essen kommt. Die Portion ist übersichtlich, aber die Soße und die Ravioli schmecken sehr gut! Aber es passt auf jeden Fall noch ein Dessert rein. Ich lass mir die Karte noch einmal geben und entscheide mich für Pannacotta mit Cashewkernen und Olivenöl-Crumble. Das Desserts ist sehr dekorativ angerichtet, und wieder sehr übersichtlich, aber es schmeckt auch sehr gut. Jetzt bin ich satt und um 30,00 Euro ärmer. Man, das werde ich nicht so oft machen. Aber es war wirklich superlecker!
Heute will ich mir noch den größten Brunnen in Rom anschauen, den Fontana di Trevi. Der Weg dorthin führt mich an der Engelsburg vorbei und durch die Stadt, über eine der vielen Brücken, die mit Skulpturen verziert sind. Ich mache wieder viele Fotos, weil ich das alles total faszinierend finde. Besonders abends, wenn alles so schön beleuchtet ist.
Der Trevi-Brunnen ist ein Monumentalbrunnen und sieht wirklich beeindruckend aus. Besonders jetzt in der Dunkelheit durch schöne Beleuchtung!
Rom ist wirklich eine beeindruckende Stadt. Ich finde es auch sehr gut, dass man viele Strecken zu Fuß erledigen kann. Man merkt meistens erst auf dem Rückweg zum Hotel, wie weit man schon gelaufen ist. Es ist schon ca. 0.30 Uhr als ich im Hotel ankomme. Nun aber schnell zu Bett. Gute Nacht! „Buona Notte!“
Rom - Tag 3
Der Wecker weckt mich wieder um 8.30 Uhr. Nachdem ich mich fertiggemacht habe, bezahle ich bei Andrea, meinem Vermieter, das Zimmer. Dann gehe ich wieder frühstücken. Ich bestelle wieder ein Croissant und einen Cappuccino. Da das Wetter heute viel besser ist als gestern, gehe ich noch einmal in die Einkaufsstraße, um zu shoppen. Der Himmel ist strahlend blauer und es wird warm. Ich habe mich viel zu warm angezogen, weil ich es mir nicht vorstellen konnte, dass es heute so warm wird. Mir rinnt der Schweiß am Rücken runter. Italien liegt doch etwas südlicher, als Norddeutschland. ;-)
Ich komme wieder am Pantheon vorbei und mache noch ein paar Fotos. Es sieht einfach so schön aus mit dem blauen Himmel im Hintergrund. Shoppen macht hungrig. Ich finde eine Pizzeria und bestelle mir eine Pizza (meine erste echt italienische Pizza!), Wasser und zum Abschluss noch einen Espresso. Dann mache ich mich auf den Weg zum Hotel. Jetzt merke ich doch, dass die Wege teilweise etwas weiter sind in Rom. Mir brennen die Füße. Wahrscheinlich auch, weil es heute so warm ist. Die kleine Mittagspause im Hotel tut mir gut. Als ich wieder fit bin, mache ich einen Spaziergang zum Tiber.
Es wird schon langsam wieder dunkel und die Brücken sind wunderschön beleuchtet. Ich finde ein Restaurant direkt am Wasser. Es sieht sehr gemütlich aus. Leider ist das Essen nicht so gut, wie gestern im "Romeo". Mein Cesars Salat besteht nur aus grünem Salat, Parmesan und Hähnchen. Und leider ist das Hähnchen teilweise nicht richtig durchgebraten. Das nimmt mir den Appetit. Zum Glück gibt es dazu Fladen Pizza, die super schmeckt. Nach dem Essen um ca. 23.00 Uhr spaziere ich zum Hotel zurück. Es ist ein schöner Spaziergang am Wasser entlang und dann kurz durch die Stadt. So langsam kenne ich sogar ohne Google Maps die Wege zum Hotel.
Rom - Tag 4
Ich werde um 10.00 Uhr wach. Nach dem Frühstück beschließe ich eine Stadtrundfahrt in einem offenen Bus zu machen. Das Wetter ist wieder schön, nur ein bisschen windig. Ich fahre mit der U-Bahn zum Termini und gehen dann zum Treffpunkt der Tour Busse. Wie überall stehen auch hier Verkäufer. Okay, diesmal höre ich ihm zu. Sonst wimmeln ich sie immer ab, wenn sie Selfie-Sticks, Wasser o. Ä. verkaufen wollen. Er erklärt mir, dass es zwei verschiedene Touren von verschiedenen Anbietern. Ich haben schon im Internet geguckt und weiß, was es ungefähr kosten soll. Er gibt mir einen Tipp. Die eine Tour ist günstiger als die andere. Ich buche eine Tour, bei der ich ein- und aussteigen darf. Er macht mir einen guter Preis - hoffentlich ohne Haken. Am Abfahrtspunkt steige ich in den Bus und bekomme Kopfhörer. Um alles gut sehen zu können, gehe hoch auf die Empore. Die Fahrt beginnt. Der Bus hält kurz an 10 Standorten. Nebenbei wird viel über die Sehenswürdigkeiten erzählt. Ich mache viele Fotos aus dem Bus heraus, weil ich keine Lust habe, auszusteigen.
Das Kolosseum finde ich am interessantesten. Da möchte ich nochmal extra hin. Dann kommen wir an einer Kirche vorbei, wo der „Bocca del veritas“ ist (Der Mund der Wahrheit). Den kenne ich aus einem Film mit Audrey Hepburn. Da möchte ich auch noch mal hin. Um 13.30 Uhr hält der Bus wieder am Startpunkt. Ich habe auf dem Hinweg eine tolle Pizzeria gesehen, in der es lecker aussehende Nudeln gab. Da gehe ich hin. Wie in fast allen Restaurants in Rom gibt es hier auch freies WLAN. Nach dem Essen fahre ich ein Stück mit der Straßenbahn. Eigentlich wollte ich zu einem Botanische Garten, doch der ist leider geschlossen. Ich kaufe mir ein echt italienische Eis und spaziere durch eine Art Künstlerviertel. Google Maps zeigt mir, dass es ganz in der Nähe einen toller Aussichtspunkt gibt, die Terrasse der Piazza Garibaldi.
Ich muss eine steile Straße rauf gehen. Dann folgt noch eine lange Treppe. Man, ist das anstrengend, aber die Aussicht ist wirklich toll! Mir kommen Leute entgegen. Es scheint noch weiter und höher zu gehen. Jetzt ist es zwar nicht mehr so steil, aber weit! Dann bin ich da. Die Aussicht ist wirklich klasse! Man kann über ganz Rom schauen. Nachdem ich genug Fotos gemacht haben, gehe ich zurück. Ich mache noch eine kleine Pause in einem Café in der Innenstadt, bevor ich mich wieder auf den Weg ins Hotel mache.
Heute Abend werde ich im Restaurant schräg gegenüber von meinem Hotel essen gehen. Es ist klein und sehr voll, aber ich kann am Tresen sitzen. Das Essen schmeckt sehr gut. Der Tag war heute wieder ganz schön anstrengend und es ist schon wieder 23.00 Uhr. Ich gehe nach dem Essen gleich auf mein Zimmer und ins Bett. Buena Notte!
Rom - Tag 5
Um 8.00 Uhr klingelt der Wecker. Um 11.00 Uhr muss ich den Koffer gepackt haben, da ich heute ein neues Zimmer bekomme. Ich habe schon um 10.00 Uhr alles fertig und gehe in den Flur, weil ich dort Andrea gehört habe. Als ich ihm sage, dass ich fertig zum Zimmerwechsel bin, sagt er: „Oh, ich dachte, du schläfst noch, deshalb habe ich nicht geklopft. Du kannst, wenn du willst, in deinem Zimmer bleiben! Die neuen Gäste können in das andere Zimmer!“ Oh, und ich habe schon alles gepackt! Na ja, egal. Dann bleibe ich natürlich hier. Das ist ja ein Ding. Auf die Überraschung muss ich erstmal Frühstücken. Im Café kennen sie mich schon. Ich nehme jetzt zu dem Croissant auch eine Obst-Schale, damit ich auch mal ein paar Vitamine bekomme.
Dann packe ich ein paar Sachen ein und gehe zur Metro. Ich will heute zum „Mund der Wahrheit“. Es klappt prima mit Metro und Bus, doch als ich da ankommen hatten viele, nein, sehr viele, die gleiche Idee. Eine riesige Schlange steht vor dem Eingang zur Kirche. Im Film ist der Mund aber nicht im inneren der Kirche und so ist es auch. Durch ein Metallgitter kann man ihn sehen! Das reicht doch schon! Ich halte die Kamera durch die Gitter und habe mein Foto! Danke, das war´s!
Ich mache mich wieder auf den Weg. Hier muss doch gleich das Kolosseum sein. Ich gehe noch ein Stück weiter und sehen den Zirkus Maximus. Jetzt weiß ich, wo ich lang muss. Nach ein paar Minuten bin ich am Kolosseum. Ich mache, mal wieder, ein paar Fotos und beschließe, einen Cappuccino trinken zu gehen. Ich gehe zum Piazza del Popolo. Dort gibt es eine Leonardo da Vinci-Ausstellung, die ich mir anschauen werde. Die Ausstellung ist sehr interessant.
Da Vinci war ein faszinierender Künstler. Er hat so viele unterschiedliche Sachen gemacht. Wirklich beeindruckend. Langsam mache ich mich wieder auf den Weg in Hotel. Heute Abend werde ich mir wieder eine Pizza holen. Im Hotel liegen einige Visitenkarten von verschiedenen Restaurants. Ich entscheide mich für eine Pizzeria, die 2 Minuten entfernt ist und gehe dorthin. Am Eingang geht eine Treppe runter. Auf dieser stehen schon Leute in einer Schlange! Die Pizza scheint wirklich sehr gut zu sein! Ich bestelle mir eine Margarita-Pizza für 6,00 Euro. Der, ich glaube, Chef an der Kasse sagt mir, dass es eine halbe Stunde dauern wird. Das ist okay, dann kann ich noch kurz einkaufen gehen.
Als ich wieder in der Pizzeria auf der Treppe ankomme, stehen die Leute immer noch bis draußen. Weil ich bereits bestellt habe, kann ich drinnen auf der Treppe warten und beobachten, wie der Pizza-Bäcker die Pizzen fertig macht. Ich warte ca. 30 Minuten, bis der Chef sich wundert, dass ich immer noch keine Pizza habe. Zwei Minuten später habe ich die Pizza und düse damit ins Hotel. Ich schneiden mir die Pizza in der Küche, schenke mir Wasser ein und mache es mir im Bett gemütlich. Leider ist die Pizza schon fast kalt, schmeckt aber immer noch sehr gut. Der Boden ist so dünn, dass man sie gut aufrollen kann. Vollgefuttert und müde lese ich noch etwas und machen um 23.30 Uhr da Licht aus. Auf der Straße tobt wieder der Bär, aber ich habe mich daran gewöhnt!
Rom - Tag 6
Der Wecker klingelt um 8.00 Uhr. Heute will ich in einer Art „Pancake-House“ zum Frühstücken gehen. Ich fahre mit einem Bus zum „Ponte Milvio“ und gehe dann zum „Bachery-House“. Durch den Google Maps Navi habe ich es schnell gefunden. Es sieht sehr gemütlich und modern aus, mit den rosa und weißen Streifen an den Wänden. Ich bestelle mir Cappuccino, Joghurt mit Müsli und Pancakes mit Früchten und Schokosauce. Sehr lecker!
Da ich schon sozusagen auf der anderen Seite von Rom bin werde ich das "Stadio dei Marmi", die Sportuniversität von Rom besuchen. Dort sind rund um eine Laufbahn römische Skulpturen aufgebaut. Ich fahre einige Stationen mit dem Bus.
Man sieht die Statuen schon von weitem. Der Sportplatz ist so groß, wie ein Fußballfeld. Außen herum ist eine Tartanbahn und um den Platz herum, auf Marmorsockeln, stehen 39 Statuen. Eine für jede Provinz in Italien.
Jede Statue stellt eine andere Sportart dar. Es sieht total toll aus! Hinter der Bahn ist ein Fußballstadion. Es ist das „Stadio Olympico“. Es ist das Stadion der Fußballvereine Lazio Rom und AS Rom.
Danach fahre ich mit dem Bus weiter in Richtung Innenstadt.
Ich möchte noch einmal zum Viktor-Emanuel-Denkmal. Es wird auch Altare della Patria genannt. Ich habe es auf der Bus-Rundfahrt gesehen. Es ist wirklich imposantes Gebäude aus weißem Marmor. Mit vielen Säulen und einer riesigen Treppe davor.
Langsam mache ich mich wieder auf den Rückweg zum Hotel. Für heute Abend kaufe ich mir Pasta in einem Supermarkt. Es gibt dort Ravioli mit Spinat und Pecorino, dazu noch etwas Obst und das Abendbrot ist perfekt. Im Hotel koche ich mir die Nudeln in der Mikrowelle und bereite mir einen Obstteller zu. Dann mache ich es mir auf dem Bett gemütlich. Das muss auch mal sein! Morgen habe ich wieder viel vor.
Rom - Tag 7
Der Wecker klingelt um 8.30 Uhr. Draußen ist strahlendblauer Himmel. Ich werde heute Vormittag in National-Museum gehen und mir Kunst anschauen. Da ich auf dem Weg dorthin am Vatikan vorbeikomme, wollte ich dort eigentlich auch noch reinschauen. Doch es ist super voll dort. Das nimmt mir den Spaß. Ich schaue mir alles aus der Ferne an. Das reicht mir! Solche Menschenmassen sind einfach nichts für mich. Es ist richtig schön warm heute.
Ich fahre mit der Straßenbahn 15 Minuten bis zum Museum.
Es ist ein riesiges Gebäude mit super schönen Säulen und einer großen Treppe davor. Ich bin schon ganz aufgeregt. Was werden dort wohl für Werke zu sehen sein? Der Eintritt kostet nur 4,00 Euro, da ein Teil des Museums gerade neu gestaltet wird.
Ich wandere ca. eine Stunde durch die Hallen und sehe viele schöne Gemälde und Skulpturen u.a. von van Gogh, Klimt und Picasso! Ich bin völlig begeistert von so vielen schönen Kunstobjekten.
Danach mache ich mich auf den Weg zum Piazza del Popolo. Ich gehe durch den Park der Villa Borghese. Hier stehen auch ganz viele Säulen und Statuen. Der Weg ist kürzer, als ich dachte. Ich bin schon um 13.00 Uhr an der Piazza del Popolo. Da das Wetter immer noch so schön ist, setze ich mich draußen in ein Restaurant bestelle mir einen Salat. Ich beschließe, noch ein wenig Sightseeing zu machen.
Also fahre ich mit dem Bus zu einer Insel im Tiber. Es sieht wunderschön aus, in der untergehenden Sonne. Ich genieße noch etwas die Ruhe und wandere noch etwas durch die kleinen Gassen.
Da mein Urlaub jetzt fast zu Ende ist, habe ich mir zu um 21.00 Uhr einen Tisch in einem besonderem Restaurant bestellt! Um 20.30 Uhr gehe ich zur Straßenbahn. Es sind nur ein paar Stationen, aber es ist so heiß in der Bahn, dass mir der Schweiß am Rücken runterfließt! Ich bin froh, als ich wieder draußen bin. Jetzt sind es nur noch ein paar Straßen, dann bin ich da.
Es ist eine riesige Villa und ich fühle mich wie in einem 5-Sterne-Hotel! Draußen gibt es viele Stühle und sogar einen Pool. Kaninchen hoppeln durch die Anlage! Ich werde an der Tür in Empfang genommen und zu meinem Tisch gebracht. Von innen sieht die Villa wie ein großer Tanzsaal aus. Es ist gemütlich mit Stühlen und Tischen eingerichtet. Ich habe gelesen, dass man im 1. Stock auch z.B. Hochzeiten feiern kann. Es soll da noch mehr wie ein Ballsaal sein. Das muss wirklich wunderschön sein.
Ich bestelle mir Pici mit Ricotta, Kirschtomaten und Basilikum. Die Preise sind wirklich günstig hier, dass hätte ich gar nicht gedacht. Es ist nur schade, dass es so weit weg aus der Innenstadt ist. Zur Feier des Tages bestelle ich mir noch einen Weißwein. Wasser gibt es immer dazu. Meine Nudeln schmecken prima! Der Wein ist etwas herb, aber es geht. Zum Nachtisch gönne ich mir noch Creme Catalan.
Um 23.00 Uhr mache ich mich auf den Rückweg. Ich muss zweimal umsteigen. Das erste Mal klappt relativ gut. Nach wenigen Minuten kommt der Anschlussbus. Beim zweiten Umstieg warte ich fast eine Stunde. Dann nehme ich einen Bus, der mich schon mal in die Nähe meines Hotels bringt.
Es ist 0.30 Uhr. Ich fülle noch schnell an einem Brunnen meine Wasserflaschen, dann geht´s ins Hotel. Ich packe schon mal den Koffer, dann habe ich morgen mehr Zeit. Um 1.00 Uhr bin ich fertig. Jetzt aber ab in die Federn. Draußen ist schon wieder was los. Irgendwelche Leute lassen dauernd Knaller explodieren. Man hört, dass sie durch die Straßen ziehen. Dann rasen mehrere Autos durch die Straßen. Wahrscheinlich die Polizei, denn kurze Zeit später ist es still! Na dann, gute Nacht!
Rom - Tag 8
Um 9.00 Uhr klingelt der Wecker. Ich packe meine restliche Sachen ein und pünktlich um 11.00 Uhr bin ich fertig. Kurze Zeit später klopft Andrea an meine Tür. Er möchte, dass ich mein Zimmer räume. Den Koffer kann ich in der Küche stehen lassen, bis ich abreise. Er gibt mir einen Extraschlüssel, sodass ich jeder Zeit den Koffer holen kann. Ich gehe runter in das Frühstückscafé und bestelle mir noch einmal Croissants, Cappuccino und einen Obstsalat. Dann spaziere ich noch ein letztes mal durch die Straßen von Rom. Werde ich noch einmal wieder herkommen? Ich glaube, ja. Es ist wirklich eine wunderschöne Stadt und ich habe noch lange nicht alles gesehen.
Um 12.30 Uhr gehe ich ins Hotel und hole meinen Koffer. Dann geht´s zur Bushaltestelle. Es ist sehr warm geworden. Die Sonne strahlt wieder vom blauen Himmel. Der Bus soll um 12.50 Uhr kommen. Kurze Zeit später ist er da. Pünktlich um 13.00 Uhr fährt der Bus los in Richtung Flughafen. Dort kommen ich um 14.00 Uhr an. Nach kurzem Suchen finden ich meinen Check-in-Schalter. Ich gebe meinen Koffer auf und gehen zum Security Durchgang. Alles klappt reibungslos. Ich hole mir noch ein paar Nudeln im Restaurant. Um 15.15 Uhr kann ich in das Flugzeug einsteigen kann. Pünktlich um 16.00 Uhr geht´s auf die Rollbahn zum Start. Ich habe einen ruhigen Flug und lande pünktlich in Hamburg, wo mein Mann schon auf mich wartet. So ein Städtetrip ist ganz schön anstrengend, aber auch sehr interessant. Es ist faszinierend, was man alles in so kurzer Zeit sehen und entdecken kann.