New York City - Tag 1

Im Dezember, kurz vor Weihnachten, bin ich nach New York geflogen. Da es für mich das erstmal war, stand ich am Morgen des Abfluges leicht unter Schock, weil mir bewusst wurde, dass es jetzt wirklich losgeht. Am 20.12. lasse ich mich in Hamburg am Flughafen absetzen. Die ganze Hinfahrt über habe ich überlegt, was ich wohl vergessen haben könnte. Das ist fast jedes Mal bei mir so, bis mir irgendetwas einfällt, dass mir fehlt. "Meine Kopfhörer sind zuhause geblieben!", sage ich laut zu mir selbst. Na endlich, dann weiß ich es jetzt wenigstens. 

Um 8.00 Uhr mache ich mich auf den Weg zur Sicherheitskontrolle. Es piept immer wieder  bei mir. Langsam werde ich nervös. Die Beamtin sagt mir, ich solle bitte meine Stiefel ausziehen. Okay, das war es. Na, ein Glück! Nachdem ich mich wieder angezogen habe, gehe ich noch kurz einen Cappuccino trinken. Das ist so eine Art Ritual bei mir. Ich bin zwar nicht wegen des Fluges aufgeregt, aber es beruhigt mich doch etwas. Mein Gate wird mit Verspätung geöffnet, weil der Flieger aus München, wegen sehr starkem Schneefall, zu spät ankam. München ist mein Zwischenstopp nach New York. Ich hoffe, die bekommen den Schnee in den Griff, wenn es losgehen soll.

Es klappt alles gut und die Maschine landet planmäßig um 11.00 Uhr. Da mein Anschlussflug um 12.20 Uhr geht, mache ich mich sofort auf den Weg. Um zum Gate zu kommen, muss ich mit einem Zug fahren. Jetzt muss ich noch einmal durch den Sicherheits-Check. Weil meine Zeit langsam knapp wird, ziehe ich mir Vorsichtshalber gleich meine Stiefel aus und lege sie mit in eine Wanne. Ein Beamter sieht mich an und winkt mich raus. Was ist denn nun schon wieder? Ich muss mit meinem Handgepäck zum Sprengstoff-Test. Wirklich? Sehe ich irgendwie verdächtig aus? Es sind Routine-Checks, wird mir gesagt. Alles klar. Es werden Proben von mir und meinem Gepäck genommen und kurze Zeit später darf ich weiter zu meinem Gate gehen, weil nichts verdächtiges gefunden wurde. Irgendwie finde ich es beruhigend, dass solche Test durchgeführt werden, aber wenn man es eilig hat, ist es natürlich nicht so toll. 

Ich komme rechtzeig an meinem Gate an und darf kurze Zeit später an Bord gehen. Es ist eine große moderne Lufthansa-Maschine. Ich habe einen Fensterplatz. Die Flugbegleiter geben mir eine Decke, ein Kissen und Kopfhörer(!). In der Rücklehne meines Vordermannes ist ein Touch-Bildschirm eingebaut. Es gibt 127 Filme, diverse Musik, Spiele u.v.m. Damit muss doch die Zeit schnell vergehen. Um 13.00 Uhr rollt das Flugzeug zur Rollbahn. Da die Tragflächen vereist sind, werden sie von einem Spezialfahrzeug mit Enteiser-Flüssigkeit eingesprüht. Es sieht etwas merkwürdig aus, aber die Kälte scheint wohl doch etwas schlimmer zu sein, als sonst.

Um 13.10 Uhr geht es ab in die Luft Richtung New York. Bei dem Gedanken macht mein Herz einen kleinen Hüpfer! Die Flugzeit vergeht relativ schnell, weil man mit Essen, Snacks und Getränken versorgt wird. Es ist ein ruhiger Flug und pünktlich um 14.30 Uhr Ortszeit landet die Maschine auf dem J.F.K. Flughafen in NEW YORK! Juhu, ich habe es geschafft! New York ich komme! Naja, so schnell geht es jetzt nicht. Um 15.00 Uhr stehe ich in einer riesigen Halle vor den Einreise-Schaltern. Es sind nur wenige Schalter besetzt und es kommen immer mehr Passagiere die warten. Kinder fangen an zu weinen, meine Beine werden langsam lahm vom langen stehen und ich bekomme Hunger. Die Stunden vergehen. Um 17.00 Uhr, nach ca. 2 Stunden, bin ich endlich dran und darf meine Fingerabdrücke abgeben. Wie lange ich bleiben will, werde ich vom Officer gefragt. "5 Tage", antworte ich. Er setzt einen Stempel in meinen Reisepass und ich darf weiter gehen. Ich mache mich auf den Weg zum Kofferband. Mein Koffer steht, mit ein paar anderen, schon neben dem Gepäckband. Ich bin froh, dass ich ihn wiederhabe. 

Jetzt brauche ich ein Shuttle zum Hotel. Das geht relativ schnell. Innerhalb von 20 Minuten ist ein Bus da und ich steige gemeinsam mit ca. 15 anderen Leuten ein. Es ist inzwischen dunkel draußen. Ich bin total begeistert von den vielen Lichtern, den Wolkenkratzer und Sirenen. Gefühlt fahren alle paar Minuten Feuerwehr- oder Polizeiwagen an uns vorbei. Nach ca. einer Stunde bin ich am Hotel.

Es ist 18.30 Uhr. Das Hotel ist direkt am Times Square und sieht sehr modern aus. 

Meine Zimmer ist im 24. Stock! Das Hotel hat 28 Etagen, also bin ich fast ganz oben. Das finde ich super. Im Reisebüro, beim Buchen der Reise, wurde ich gefragt, ob ich ein Zimmer weiter oben haben möchte. Dann hat das ja schon mal funktioniert. 

Ich fahre mit dem Fahrstuhl nach oben. Das Zimmer ist superschön und ich kann sehr weit über die Stadt schauen. Zuerst traue ich mich nicht ganz an das Fenster heran, weil es bis zum Boden geht und es ganz schön weit runter geht. Ich kann es sogar aufklappen, sodass man den Straßenlärm und die Sirenen noch etwas hören kann. Ich bin begeistert. Ich bin in NEW YORK!!!

Ich bekomme Hunger und nachdem ich ein paar Sachen ausgepackt habe, fahre ich wieder mit dem Fahrstuhl runter und suche mir ein Restaurant. Es ist schon fast 21.00 Uhr, aber es sind noch jede Menge Menschen und Autos auf den Straßen unterwegs. Ich finde eine Pizzeria und bestelle mir eine Pizza. Nach dem Essen merke ich, dass ich langsam müde werde. Ich bezahle und mache mich wieder auf den Weg in mein Hotel. In Deutschland ist es inzwischen fast 4.00 Uhr, also bin ich schon fast 24 Stunden wach. Im Hotel spring ich noch schnell unter die Dusche und lege mich dann in mein riesiges Kingsize-Bett. Da ich die Gardinen nicht schlossen habe, kann ich die beleuchtete Skyline von meinem Bett aus sehen! Ich schaffe es gerade noch mich zuzudecken, dann schlafe ich schon. 

New York City - Tag 2

Ich werde mitten in der Nacht wach. Jetlag! Es ist 3.30 Uhr. In Deutschland ist es jetzt 9.30 Uhr. Ich drehe mich um und versuche noch etwas zu schlafen. Zum Glück gibt es ab 6.30 Uhr Frühstück. Um 5.00 Uhr stehe ich auf und mach mich schon mal fertig. Um 7.00 Uhr gehe ich Frühstücken. 

Der Frühstücksraum ist groß und hell. Es gibt viele leckere Sachen. Pancakes sind natürlich ein Muss! Aber auch Obst, Müsli und Käse. Ich bin begeistert. Nach dem ausgiebigen Frühstück gehe ich nochmal kurz auf mein Zimmer, um mir wärmere Sachen anzuziehen. Es ist richtig kalt draußen, aber zum Glück scheint die Sonne. Ich werde mit einem Sightseeing Bus zum Rockefeller Center fahren. Die Busse fahren vom Times Square ab. Ich sitze oben im Doppeldeckerbus und der Wind pfeift mir um die Nase, aber so kann man am besten die Aussicht genießen. 

Die Fahrt geht vom Times Square am Madison Square Garden vorbei. Ich sehe das Emire State Building und steige das erste Mal an der Grand Central Station aus. Das muss ich mir von innen anschauen. Ich kenne es u.a. aus dem Film "Madagascar". 

Es ist alles weihnachtlich geschmückt und sieht dadurch natürlich besonders schön aus, aber auch die Bemalung der Decke, mit den Sternen und Tierkreiszeichen ist beeindruckend. 

Anschließend mache ich mich auf den Weg zum Rockefeller Center und komme am Kaufhaus "Saks Fifth Avenue" vorbei. Dort wird Weihnachten richtig zelebriert. Das Kaufhaus ist von außen und innen wunderschön geschmückt. Ich muss unbedingt im Dunkeln noch einmal hier vorbei kommen, weil dann zur vollen Stunde außen an der Häuserwand immer eine richtige Lichtershow mit Musik abgespielt wird.

Bevor ich am Top of the Rocks ankomme, mache ich noch einen Abstecher in die St. Patrick´s Cathedral. Die wunderschöne riesige Kirche steht gegenüber des Rockefeller Centers. Es ist faszinierend so ein altes Bauwerk zwischen den ganzen modernen Wolkenkratzern zu sehen. Ich gehe weiter zum Top of the Rocks. Bis zur nächsten Auffahrt mit dem Fahrstuhl dauert es noch etwas, so dass ich mir noch einen Kaffee im Starbucks kaufen kann. Salted Caramel mit Schoko! Super lecker! Dann geht es los. Ich habe mir eine Karte gekauft und fahre in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit in den 68 (!) Stock (mit Beleuchtung und Musikbegleitung). 

Die Türen gehen auf und ich bin sprachlos! Was für eine Aussicht! Man kann noch bis in die 70. Etage hochgehen. Dort ist der Blick noch besser. 

Ich sehe das Chrysler-Building, den Central Park und sogar die Freiheits-Statue! 

Wie schön, dass heute die Sonne scheint. Ich bin total begeistert. 

Irgendwann reiße ich mich los und fahre mit dem Fahrstuhl wieder incl. Licht- und Musikshow runter. Langsam bekomme ich Hunger. 

Auf meiner Suche nach einem Restaurant komme ich an der Eislaufbahn mit dem großen Weihnachtsbaum vorbei, der jedes Jahr durch eine Zeremonie erleuchtet wird. Ich habe mir den Baum eigentlich größer vorgestellt, aber wahrscheinlich variiert das von Jahr zu Jahr. Ich setze mich wieder in den Tour-Bus und fahre zum Times Square zurück. Mir ist nach einem echten Burger und finde das "Shake Shack". Ich hole mir einen Burger und Cheese-Fries. Sehr lecker! Gut gestärkt mache ich mich wieder auf den Weg. Ich möchte heute noch zum "Ground Zero" und die Freiheits-Statue steht auch noch auf meinem Plan. Also steige ich wieder in einen Tour-Bus und fahre ein paar Stationen. 

Zuerst finde ich nur das neu erbaute Hochhaus und den "Octopus" davor, doch dann entdecke ich die Hinweisschilder und stehe vor dem großen quadratischen Denkmal mit dem Wasserfall und den unzähligen Namens-Gedenktafeln. Es ist ein beklemmendes Gefühl.

Mir wird langsam kalt und ich suche mir ein Café. Im "Blue Bottle" wird der Kaffee noch mit Hand aufgegossen. Mir ist jetzt aber mehr nach einem heißen Kakao. Er wird aus flüssiger Schokolade aufgegossen und mit Milch verziert. Er sieht super aus und schmeckt auch so! Dann mache ich mich auf den Weg zum Hafen. 

Zufällig komme ich an der New Yorker Börse vorbei und kann ein Foto vom weihnachtlich geschmückten Börsen-Bullen machen. Es ist nicht mehr weit bis zum Hafen, aber es ist inzwischen schon dunkel. Jetzt noch mit einem der Schiffe zur Freiheits-Statue zu fahren, würde sich nicht lohnen. 

Also mache ich ein paar Fotos aus der Ferne. Das muss jetzt erstmal genügen. Mir ist schon wieder kalt. Der Wind pfeift mir um die Ohren. Ich suche mir eine Haltestelle der Tour-Busse. Es ist wirklich gut, dass ich mir so ein Ticket für diese Hopp-on-Hopp-off-Touren geholt habe. Nach ca. 30 Minuten sitze ich wieder im Bus Richtung Times Square. Mir ist zwar kalt, aber ich sitze trotzdem oben und freiem Himmel. 

Die Stadt und die Beleuchtungen sind einfach faszinierend und ich entdecke immer neue tolle Sachen. Zum Beispiel das Empire State Building, das in der Dunkelheit wie ein Geschenk beleuchtet ist. 

Um 21.00 Uhr bin ich wieder im Hotel und nehme mir ein Sandwich aus dem Hotel-Café mit auf das Zimmer. Das reicht für heute Abend. Ich bin ganz schön müde, deshalb suche ich mir nur noch ein paar Sachen raus, die ich morgen besichtigen möchte und gehe dann zu Bett. Gute Nacht, NEW YORK! 

New York City - Tag 3

Ich habe gestern entschieden, dass ich heute die "blaue Strecke" mit dem Tour Bus mache. Sie führt um den Central Park herum. Nach dem Frühstück mache ich mich, warm eingepackt, auf den Weg. 

Die Tour ist nicht so spektakulär, wie ich sie mir vorgestellt habe, aber man sieht wieder viele interessante Sachen. Zum Beispiel das Naturkunde-Museum, in das ich morgen gehen werde. 

Der Central Park selbst sieht im Winter, ohne Schnee, nicht ganz so schön aus. Den kann ich mir im Frühling viel schöner vorstellen, wenn die Bäume anfangen zu blühen und der Rasen grün ist. Das ist doch schon mal ein Grund auf jeden Fall im Frühling noch einmal hierher zukommen.

Kurz vor dem Ende der Tour gibt es die Möglichkeit mit einer Seilbahn über den East-River zum Roosevelt Island zu fahren. Das werde ich machen. Ich komme mir irgendwie wie im Ski-Urlaub vor, während ich in die Gondel einsteige. Das Gefühl ändert sich aber schnell, als ich über die Straßen mit den Autos und den Fluss hinüberschwebe. 

Auf der Insel gibt es nicht so viel zu sehen, also mache ich mich bald wieder auf den Rückweg, da ich auch langsam wieder Hunger bekomme. Ich setze mich wieder in einen Tour-Bus und fahre weiter durch die Stadt. 

Ich komme an dem Metropolitan Museum vorbei. Dieses Kunstmuseum müsste ich mir eigentlich anschauen, aber wenn ich die lange Schlange an Leuten sehe, die davor steht, vergeht mir die Lust darauf. Das werde ich auf meine "Frühlings-New-York-Tour" verlegen. Dann ist es wenigstens etwas wärmer, wenn ich draußen warten muss. 

Heute habe ich Lust auf amerikanisches Essen und deshalb werde ich das "Schnippers" mal ausprobieren. Ich möchte unbedingt mal Käsenudeln essen. Zum Glück nehme ich eine kleinere Portion, denn der Käse stopft unheimlich! 

Als ich zu Fuß über den Times Square gehe, komme ich an "Willi Wonkas Schokoladenfabrik" vorbei. Es sieht super aus, mit der Beleuchtung. 

Ich entdecke immer neue Reklame-Schilder u.a. auch den Turm, an dem Silvester der große beleuchtete Ball bis Mitternacht hochgezogen wird. Aber es ist so ähnlich, wie beim Weihnachtsbaum an der Eislaufbahn, im Fernsehen sieht es alles etwas größer aus.

Es wird schon langsam wieder dunkel. Heute Abend werde ich eine Nachttour mit dem Tour Bus machen, die u.a. über die Manhattan Bridge an der Brooklyn Bridge vorbei führt. Ich gehe noch kurz ins Hotel und ziehe mir wärmere Sachen an. Dann geht es los. 

Natürlich setze ich mich wieder oben in den Bus, der ist jedoch diesmal geschlossen, sodass ich nur durch die Scheiben fotografieren kann. Schade, wahrscheinlich ist es aber den meisten Leuten einfach zu kalt in der Nacht draußen zu sitzen. Die Brooklyn Bridge mit der Skyline dahinter sieht aber trotzdem super aus. 

Die Tour dauert etwas über eine Stunde, dann bin ich wieder am Times Square. 

Die Reklame des M&M Shops grinst mich an. Da muss ich unbedingt mal reingehen. Das Geschäft geht über zwei Etagen und es gibt jede Menge von den bunten Knabbersachen. Man kann sich sogar eigenen herstellen lassen. 

Das muss ich nicht haben, aber diese Massen mal zu sehen ist auch schon lustig. 

Das Wetter war die letzten Tage wirklich gut. Für Morgen ist leider Regen angesagt. Da passt es ganz gut, dass ich ins Museum möchte. Für heute beende ich meinen Tag und gehe zurück in mein Hotelzimmer, nachdem ich mir noch einen kleinen Snack aus der Hotelbar mitgenommen habe. Good Night - Sleep tight! 

New York City - Tag 4

Es regnet! Aber egal, heute möchte ich eine Museums- und Shopping-Tour machen. Nach dem Frühstück, das übrigens immer noch sehr gut schmeckt, packe ich meine Sachen zusammen und mache mich wieder auf den Weg zum Tour-Bus. 

Ich fahre wieder die Tour von gestern, steige aber am Naturkundemuseum aus. Es ist bekannt aus dem Film "Nachts im Museum". Als ich aussteige regnet es in strömen. Vor dem Museum ist eine lange Schlange mit Menschen. Zum Glück konnte man sich im Tour-Bus ein Regencape mitnehmen, das schützt wenigstens etwas. Obwohl sehr viele Leute vor mir waren, geht es aber relativ schnell voran und schon bald bin ich im Eingangsbereich. Jetzt brauche ich nur noch ein Ticket. 

Dann geht es los. Das Museum hat 4 Etagen. Nach und nach arbeite ich mich nach oben. Es gibt viele Dinosaurier Skelette und Geschichten darüber zu entdecken, aber auch über viele andere Tiere die auf dem Land und unter dem Wasser leben. 

Wie zum Beispiel ein Blauwal in Originalgröße. Ich völlig begeistert über so viel interessante Sachen.

Nachdem ich alles gesehen habe, was ich wollte, esse ich noch kurz im Restaurant des Museums etwas und mache mich dann auf den Rückweg. 

Da es aufgehört hat zu regnen, gehe ich jetzt noch einmal quer durch den Central Park und entdecke dabei den Eingang zum Zoo, den ich auch aus dem Film "Madagascar" kenne.

Am Ende des Parks finde ich wieder eine Tour-Bus Haltestelle. Der Bus bringt mich wieder zum Times Square. 

Jetzt werde ich ein bisschen shoppen gehen. Natürlich gibt es hier Läden, die es auch bei uns in Deutschland gibt, aber ein Laden zieht mich besonders an. Victorias Secret! Da muss ich rein, denn der ist bei uns nicht so leicht zu finden. Meine Einkaufstasche ist sehr schnell gefüllt und ich freue mich, dass ich mein Koffer auf dem Hinflug nicht so voll war! 

Da es schon langsam wieder dunkel wird gehe ich noch einmal zu Kaufhaus "Saks Fifth Avenue". Ich komme genau rechtzeitig zu einer neuen Show. Es sieht wirklich wunderschön aus mit der wechselnden Beleuchtung und der Musik dazu. Als die Show mit einem tollen Finale endet, applaudieren alle Zuschauer auf der Straße! 

Jetzt muss ich unbedingt noch etwas essen und entdecke ein mexikanisches Restaurant. Es schmeckt sehr gut und ich gehe satt und zufrieden über den Times Square zum Hotel. Hoffentlich ist morgen das Wetter wieder etwas besser, denn ich habe etwas ganz besonders vor! 

New York City - Tag 5

Ich werde wieder um 7.00 Uhr wach. Es regnet nicht mehr! Wie gut, denn heute möchte mir ein Football Spiel ansehen. Die New York Jets spielen heute, also mache ich mich auf den Weg und kaufe mir ein Ticket in einem Shop am Times Square. Ich nehme eine Karte im 4. Rang und zahle 40 Dollar dafür. Die Frau am Schalter gibt mir den Tipp, mit dem Linienbus zum Stadion zu fahren, das kostet 10 Dollar hin und zurück und die Fahrt dauert nur 30 Minuten. Das ist super. Ich gehe nochmal kurz ins Hotel und hole mir etwas wärmeres anzuziehen. 

Um 11.30 Uhr gehe ich zum Busbahnhof. Zuerst bin ich nicht sicher wo ich hin muss, doch dann finde ich den Ticketschalter. 

Es sind schon viele Jets-Fans unterwegs. Den gehe ich hinterher, denn es leicht verwirrend, weil der Busbahnhof 4 Etagen hat! Dann geht es rein in den Bus. Die Fahrt ist wirklich sehr kurz. 

Ich kann das Stadion schon sehen. Die Spannung steigt. Ich muss über einen großen Parkplatz gehen. Dann geht es rein. Ich muss in den 4. Rang. Es ist kurz vor 12.30 Uhr. Ich fange an zu laufen, weil das Spiel bald beginnt. 

Die letzten Stufen hoch - dann stehe ich im Stadion! Es ist überwältigend! Ich kenne so etwas bis jetzt nur aus dem Fernsehen, aber live ist es wirklich spektakulär! Es sind nicht viele Plätze besetzt, aber die Stimmung ist trotzdem sehr gut. Die Teams laufen ein, kurz nachdem ich mich gesetzt habe. Eine Punktlandung! 

Die Nationalhymne ertönt und das ganze Station singt mit. Ich bekomme eine Gänsehaut und einen Kloß im Hals. Ich bin bei so etwas immer sehr "nah am Wasser gebaut" und so kann ich mich am Ende nicht mehr zusammenreißen und mir laufen die Tränen der Begeisterung an den Wangen runter. Man war das schön! 

Das Spiel beginnt. Da ich mich nicht wirklich mit den Regeln auskenne ist es nicht so spannend für mich, aber trotzdem ein tolles Erlebnis. Das Wetter ist zwar heute zum Glück trocken, aber es ist ganz schön kalt. Dadurch kann so ein Spiel richtig lang werden. In der Pause muss ich auf die Toilette. Da es hier richtig kuschelig warm ist, sind hier ganz viele Frauen die sich hier aufwärmen. 

Nachdem mir etwas wärmer geworden ist, hole ich mir noch etwas zu essen, bevor ich wieder in die Kälte rausgehe. Ich habe mir jetzt einen Platz gesucht, der weiter unten in den Rängen ist, aber ich habe das Gefühl, dass es hier noch kälter ist. Die New York Jets verlieren ihr Spiel leider, aber es war trotzdem ein tolles Erlebnis!

Die Rückfahrt mit dem Bus dauert etwas länger, weil jetzt natürlich sehr viele Leute zurück wollen. Ich fühle mich wie ein Eisklotz. Irgendwann sitze ich endlich im Bus. Ich gehe erstmal ins Hotel, um mich etwas aufzuwärmen. 

Ich muss noch etwas essen und beschließe, weil heute der 24.12. ist nochmal richtig schön essen zu gehen. Ein paar Straßen weiter habe ich gestern eine kleine Pizzeria gesehen. Da gehe ich hin. Ich bestelle mir richtig leckere Nudeln und einen Salat. Es schmeckt super! Es ist etwas teurer, aber das stört mich heute nicht. Dann geht´s zurück ins Hotel. 

Ich packe heute schon mal meinen Koffer, damit ich morgen noch etwas mehr Zeit habe. So langsam wird mir wieder warm, als ich mich in meine Bettdecke einkuschele.

New York City - Tag 6

Ich werde um 7.00 Uhr wach und habe Halsschmerzen. Dann war es wohl doch zu kalt gestern im Stadion. So ein Mist! Nach dem Frühstück packe ich meine restlichen Sache ein und gehe mit meinem Koffer in die Lobby des Hotels, um auszuchecken. Da ich jetzt noch Zeit habe, lasse ich meinen Koffer in der Aufbewahrung und gehe ein letztes Mal zum Times Square. Es ist noch kälter draußen geworden. Teilweise fliegen schon einzelne Schneeflocken umher. Mir wird kalt. Ich schaue mich um und entdecke das "Hardrock Café". Da könnte ich auch noch mal reinschauen. Damals in Ägypten habe ich es mir auch schon angeschaut. Es ist immer total interessant, welche Sachen ausgestellt sind. 

Als erstes fällt mir drinnen eine lange Wand mit Gitarren auf. So etwas hab ich noch nie gesehen. Alle mögliche E-Gitarren wurden übereinander gestapelt und an der Wand befestigt. Es sieht super aus.
An einer Wand sind viele Fotos von Elvis angebracht und von vielen anderen Künstlern. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt. 

Langsam mache ich mich wieder auf den Weg ins Hotel. Ein schöner warmer Kakao wäre jetzt gut. Ich entdecke ein kleines italienisches Restaurant. Das ist jetzt genau das Richtige. Ich bestelle mir einen Kakao und einen Schoko-Cheesecake. Es schmeckt sehr lecker und der Kakao wärmt mich richtig schön auf. 

Um 13.50 Uhr soll mein Shuttle zum Flughafen kommen. Also mache ich mich langsam wieder auf den Weg ins Hotel und verabschiede mich innerlich von dieser aufregenden Stadt! Ich bin noch ein bisschen zu früh und setze mich in die Lobby. Hier ist es wenigsten warm. 

Der Shuttlebus ist pünktlich und um 14.00 Uhr fahre ich ab Richtung Flughafen. 

Diesmal ab Newark, New Jersey. Der Bus braucht ca. eine Stunde bis wir da sind, weil er unterwegs wieder noch andere Fluggäste einsammelt. Ich kann noch einen letzten Blick auf New York werfen, dann sind wir schon da. 

Der Flughafen ist viel kleiner als der JFK-Flughafen. Hier muss man sich selbst einchecken, die Kofferaufkleber ausdrucken und am Koffer befestigen. Es klappt alles prima. 

Die Kofferaufgabe und der Sicherheits-Check gehen schnell. Ich habe jetzt noch 3 Stunden Zeit und suche mir erstmal ein Restaurant. Ich würde hier gerne noch meine letzten Dollars an Bargeld ausgeben, aber das funktioniert nicht, weil man alles mit Karte zahlen muss. Jetzt sieht man, dass der Flughafen doch ganz schön groß ist, denn es gibt viele Restaurants und Läden. Die Zeit verläuft relativ schnell. Jetzt dauert es nur noch eine Stunde bis ich ins Flugzeug kann. Mein Nase läuft inzwischen richtig doll. Hoffentlich wird es während des Fluges nicht schlimm.

Ich kann pünktlich an Board gehen. Ich fliege jetzt mit einer "United Airlines"-Maschine. Sie ist schon etwas älter und die Bildschirme in den Sitzen sind viel kleiner als auf dem Hinflug. Es gibt auch nur 5 Filme auf 3 verschiedenen Sprache. Zum Glück auch auf deutsch! Es ist Nacht, während des Fluges, so kann ich gut schlafen. Ich bin froh, dass ich am Flughafen noch was gegessen habe, denn das Essen an Board ist nicht so richtig gut. Der Flug vergeht schnell und während ich noch frühstücke, ist die Maschine schon fast im Anflug auf den Flughafen London Heathrow. 

Nachdem die Maschine gelandet ist, habe ca. 90 Minuten Zeit, bis zum Weiterflug nach Hamburg. Ich schaue mich ein bisschen im Flughafen um. Heathrow ist ein schöner übersichtlicher Flughafen, der auch weihnachtlich geschmückt ist. Ach ja, Frohe Weihnachten! Heute ist der 1. Weihnachtstag, oder schon der 2.? Ich bin etwas durcheinander mit dem Datum. Vor dem Flug nach Hamburg muss ich wieder durch die Sicherheitskontrolle. Diesmal wieder ohne Probleme, aber meine Wasserflasche wurde mir abgenommen. So ein Mist! Egal, im Flugzeug gibt es bestimmt gleich was zu trinken. Nach Hamburg fliege ich mit "Eurowings". Die Maschine ist etwas neuer, als die amerikanische und ist nicht ganz ausgebucht, was den Flug etwas entspannter macht, finde ich. 

Die Sonne scheint, als wir in London abheben. Der Flug dauert ca. eine Stunde. Als wir im Anflug auf Hamburg sind, wird das Wetter plötzlich etwas ruppiger. Nebel und dicke Wolken, sind durch die Fenster zu sehen. Das Flugzeug wird kräftig durchgeschüttelt, was einigen Fluggästen nicht so gut bekommt. Wird sind bereits im Landeanflug auf Hamburg, als die Maschine wieder durchstartet. Die Maschine hat ein eingebautes Warnsystem, wenn Gefahr droht, teilt uns der Kapitän mit. Das ist ja sehr beruhigend. Wir kreisen über Hamburg. Als das Flugzeug endlich auf der Landebahn aufsetzt, bin ich erleichtert. Jetzt nur noch schnell den Koffer holen und dann ab nach Hause! Um 13.00 Uhr bin ich wieder in Kiel.