Mallorca - Tag 1

Auf geht´s! Ich fliege seit 25 Jahren das erste Mal wieder allein in den Urlaub! Nach einer kleinen Schreck-Sekunde am Sicherheitsschalter des Flughafen Hamburgs (meine, im Handgepäck sicher verstauten, aufgerollten Pastellkreiden sahen im Scan wohl wie ein Patronen-Gürtel aus...), wird bei mir zur Sicherheit noch ein Sprengstoff-Test mit einem Test-Streifen gemacht. Dann darf ich endlich weiter zu meinem Gate gehen. Kurze Zeit später kann ich in den Flieger einsteigen. Pünktlich heben wir ab. Ich liebe dieses Gefühl beim Start, wenn man durch die Geschwindigkeit in den Sitz gedrückt wird.   

Nach ca. 2 Stunden sehe ich aus dem Fenster zum ersten Mal diese wunderschöne Insel und verliebe mich sofort ein wenig. Als ich aus dem Flugzeug aussteige, macht mein Herz einen kleinen Hüpfer. 

An der Autovermietung wird mir ein schnuckeliger kleiner, weißer FIAT 500 zugeteilt. Perfekt! So einen wollte ich schon immer mal fahren. Ich starte meinen Navi im Handy und los geht es zu meinem ersten Ziel: Port de Pollença. Über die Autobahn fahre ich zuerst in Inca ab, um mir etwas Verpflegung und Wasser zu kaufen. Dann geht es weiter. 20 Minuten später habe ich mein Ziel erreicht. Ich wohne für zwei Nächte in einem Hostel nicht weit vom Hafen. 

Mein Zimmer liegt in der 3. Etage (ohne Fahrstuhl). Wie gut, dass mein Gepäck nur 15 kg wiegt. Das Zimmer ist klein, hat aber alles was man braucht. Ein Bett, ein Schrank und ein Badezimmer mit Dusche. Die Dusche funktioniert gut, aber aus dem Wasserhahn am Waschbecken kommt nur ein Ministrahl. Eigentlich ist WLAN inklusive, aber das reicht leider nicht bis in die 3. Etage. Es ist ja nur für zwei Nächte, also stört mich das nicht weiter. 

Ich mache mich zu Fuß auf den Weg zum Hafen. Es gibt dort eine große Strand-Promenade mit diversen Restaurants und Boutiquen. Ich spaziere noch ein wenig durch den Hafen. Von dort aus kann man die Ausläufer des Tramuntana Gebirges sehen. Dahinter liegt gleich das Cap Formentor. Dorthin werde ich morgen einen Ausflug machen. Für heute habe ich genug erlebt. 

Mallorca - Tag 2

Nach einem guten Frühstück im Hostel (der Frühstücksraum gehört zu einem Innenhof mit vielen Bäumen und man kann drinnen oder draußen im Grünen sitzen), mache ich mich auf Erkundungstour. Zuerst fahre ich an der Küste Richtung Süden nach Alcúdia. Es ist eine schöne Strecke, da es immer direkt am Wasser entlang geht. In Alcúdia angekommen, schaue ich mich ein wenig um. Es gibt, wie in Port de Pollença, einen Strand und einen Hafen. Außerdem entdecke ich viele Hotels und kleine Geschäfte. 

Ich habe heute noch viel vor, deshalb setzte ich mich wieder in meinen kleinen Flitzer und fahre nach Pollença. Da man dort im Stadtzentrum nicht mit dem Auto fahren darf, parke ich etwas außerhalb und gehe dann zu Fuß zum Marktplatz. Die kleine Stadt gefällt mir sehr gut. Überall sind Restaurants und kleine Boutiquen.

Ich setze mich zum Mittagessen an einen Tisch auf dem Marktplatz. Die Vögel zwitschern um mich herum. Einheimische und Touristen sitzen dort gemeinsam an den Tischen und genießen ihr Essen oder auch nur eine Tasse Kaffee. Es ist herrlich entspannend. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich auf jeden Fall diesen kleinen, gemütlichen Ort einer Touristenstadt mit Hafen und Strand vorziehen. 

Nach dem Essen mache ich mich auf den Weg nach Cap Formentor. Es geht in Serpentinen nach oben ins Tramuntana Gebirge. Ich glaube, wenn ich nicht selbst am Steuer sitzen würde, würde mir ganz schön schwummerig werden bei den ganzen Kurven.  

Auf halber Strecke zum Cap Formentor gibt es eine Plattform. Ich parke kurz und gehe zu Fuß den steinigen engen Weg zum Aussichtspunkt. Der Blick an den Felsen hinunter und über das glitzernde blaue Meer ist herrlich. 

In der Ferne sieht man Yachten durch das Wasser gleiten. Sie sehen aus wie Spielzeug, sind in Wirklichkeit, aber bestimmt sehr groß. Da ich noch weiter zum Cap Formentor möchte, mache ich mich wieder auf den Weg.  

Die Straße wird immer enger und steiler. Aber der Weg hat sich gelohnt.

Ich kann vom Aussichtspunkt aus bis zur Insel Menorca sehen. Die Rückfahrt wird sehr abenteuerlich. Mir kommen diverse Reisebusse entgegen, denen ich in den engen Kurven Platz machen muss. Ich bin froh, als die Straße wieder etwas breiter wird. 

Auf dem Weg zurück hat man einen herrlichen Blick über den Hafen von Port de Pollença. 
 Dann fahre ich durch ein Waldstück. Da ich eine Klimaanlage habe, sind meine Fenster geschlossen und ich habe Musik an. Trotz allem höre ich die Zikaden zirpen. Wenn es jetzt schon so laut ist, was wird dann in der Abenddämmerung hier los sein?  

 Als ich wieder im Hostel ankomme, bin ich völlig erschöpft. Ich mache noch einen kleinen Spaziergang zum Hafen und nachdem ich den Strand getestet habe, studiere ich in meinem Zimmer die Landkarte, um zu schauen, wo mich meine Tour morgen hinführt. 
Mein nächstes Ziel ist Cala Ratjada. 

Mallorca - Tag 3

Heute geht es in ein neues Hotel. Nach dem Frühstück packe ich meine Sachen zusammen und mache mich auf den Weg. Ich fahre durch Can Picafort, entscheide mich aber nicht anzuhalten, da ich rechtzeitig in meinem neuen Hotel ankommen möchte. 

Da ich doch etwas schneller als gedacht in Cala Ratjada ankomme, fahre ich zuerst zum Strand und bestelle mir in einem Café einen Cappuccino. Um mich herum brummt es wie in einem Bienenstock. Spanische Musik, Wellenrauschen, Kinderlachen, ein leichter Duft von Sonnencreme liegt in der Luft – ich glaube, ich habe Urlaub. 

Nach dem Miniausflug mache ich mich auf den Weg in mein Hotel. Es liegt direkt an einer Hauptgeschäfts- und Restaurantmeile. Eigentlich soll es einen eigenen Parkplatz haben, aber das war eine Fehlinformation. Zum Glück finde ich einen freien Parkplatz direkt gegenüber meines Hotels. So kann ich meinen kleinen Flitzer vom Balkon aus sehen. Das Zimmer ist geschmackvoll eingerichtet, hat aber weder eine Klimaanlage noch einen Ventilator. Ich entdecke eine Heizung neben dem Fenster. Wissen die hier mehr? Eigentlich sollte es auch WLAN hier geben, doch leider war auch das eine Fehlinformation. 

Zum Essen gehe ich zur Strandpromenade. Ich habe dort vorhin einige Restaurants entdeckt. Ich finde einen freien Tisch direkt am Wasser. Es ist sehr gemütlich. Der Salat, den ich mir bestelle, ist eine Augenweide und schmeckt köstlich. 

Nach dem Essen an der Cala Son Moll gehe ich noch ein wenig an der Promenade spazieren. Immer wieder komme ich an kunstvollen Skulpturen vorbei. 

Die Felsenküste, die an der Promenade zum Wasser führt, ist dunkel und schroff. Immer wieder rauschen Wellen an ihr empor. Möwen kreischen und spielen mit dem Wind unter ihren Flügeln. Ich bin begeistert. 

Cala Rajada liegt auf einer Landzunge. Die Promenade ist die eine Seite. Ich bin gespannt, was auf der anderen Seite zu finden ist. Die Straße geht immer gerade aus. Sie führt zu einem kleinen Hafen mit Fischkuttern und Schiffen. Es gibt wieder viele Cafés und Restaurants. Auch hier gibt es wieder eine Felsenküste, doch leider kann man da nicht so richtig ran, weil rundherum eine Mole ist. Einen Strand kann ich hier nicht entdecken. 

Es ist heiß. 34°C. Meine Füße brennen vom vielen gehen. Ich mache mich wieder auf den Rückweg zu meinem Hotel. 

Ich komme an einem wunderschönen, riesigen Garten vorbei. Es ist der Garten der "Villa March". Leider ist er im Moment geschlossen. Den hätte ich mir gerne angeschaut. 

Wie warm wird wohl mein Zimmer sein? Sehr warm! Die Sonne scheint direkt auf meinen Balkon. Hoffentlich kann ich heute Nacht die Balkontür offenlassen. Ich setze mich raus in die Sonne. Das war keine gute Idee. Es ist einfach zu heiß, für eine blasse Norddeutsche, wie mich. Ich flüchte wieder rein und entspanne etwas auf dem Bett. Oha, das Bett quietscht bei jeder Bewegung von mir. Das kann ja interessant werden heute Nacht! 

Abends gehe ich noch ein wenig durch die Geschäfte bummeln. An einem Supermarkt entdecke ich riesige Bündel mit Paprika und Chilischoten. Was für beeindruckende Farben! 
Langsam merke ich, das ich müde werde und gehe zurück ins Hotel. In meinem Zimmer ist es immer noch warm, doch leider kann ich die Balkontür nicht auflassen. Immer zur vollen Stunde versammeln sich, an der Bushaltestelle unter meinem Balkon, Leute, die auf ihren Reisebus zum Flughafen warten. Außerdem dröhnen aus einer Diskothek in der Nähe die neusten Ballermann-Hits zu mir hoch. Zum Glück muss ich auch hier nur zwei Nächte bleiben. 

Mallorca - Tag 4

Nach einer, so gut wie, schlaflosen Nacht freue ich mich auf ein gutes Frühstück. Leider habe ich mich zu früh gefreut. Es ist 9.00 Uhr. Das Frühstück soll eigentlich bis 10.00 Uhr angeboten werden. Das Buffett ist fast leer. Besteck gibt es auch nur noch wenig. Anstelle eines Messers muss ich einen Suppenlöffel nehmen, um mein pappiges Brötchen aufzureißen und die Butter darin zu verteilen. Ich schiebe eine Scheibe Käse hinein und hole mir einen Kaffee. Der kommt aus einem Kaffeeautomaten und schmeckt normal. Personal ist weit und breit nicht zu sehen. Das benutzte Geschirr muss man selbst abräumen. Ich komme mir vor, wie in einer Jugendherberge, nur dass es hier teurer ist. Das Frühstück war im Preis mit drin, doch das ist mir egal. Hier werde ich morgen früh sicher nicht wieder essen. Da ich immer noch hungrig bin, mache ich mich auf den Weg zur Promenade an der Steilküste. Dort habe ich gestern ein Restaurant gesehen, das auch Frühstück anbietet. Irgendwie bin ich falsch abgebogen. Mein Weg führt mich zu einer Bucht mit Strand und hellen Felsen.

Hier ist aber keine Promenade und es sind auch keine Restaurants zu sehen. Ich hatte mir einen Lage-Plan aus dem Hotel mitgenommen, aber darauf scheinen die Proportionen irgendwie anders zu sein. Jetzt muss mein Handy-Navi wieder ran. Ich finde einen Weg, der mich an Rückseiten von Hotels und Appartements vorbeiführt, hier gibt es aber auch keine Restaurants. 

Der Weg soll mich zu meinem Hotel zurückführen und das macht er auch. Es ist jetzt schon fast 11.00 Uhr. Mit dem Navi finde ich jetzt auch die Straße, die mich zur richtigen Promenade führt. Kurze Zeit später sitze ich in einem kleinen Restaurant, direkt an der Felsküste und genieße ein wunderbares Müsli mit Früchten und Joghurt. 

Nach dem zweiten Frühstück gehe ich noch etwas am Wasser spazieren. Der Wind ist stärker geworden und die Wellen schlagen gegen die Felswand. 

Zu meinem Hotel gehört ein Pool. Den werde ich mir jetzt mal anschauen. An der Hotelrezeption erfahre ich, dass er zum Nachbarhotel gehört und für uns nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden kann. Das passt ja richtig mit ins Bild. Ich werde mir den Pool wenigstens mal anschauen. Leider geht das aber nicht, weil er mit einer Metallgitter-Tür verriegelt ist. Dann nicht. Wie gut, dass ich morgen wieder weiterfahren darf. 

Ich bummele noch ein bisschen durch die Straßen, am Himmel entdecke ich diese schönen farbigen Wolken. 
Jetzt folgt noch eine schlaflose Nacht. Es ist das Gleiche, wie gestern. Disco-Musik und grölende Leute, die auf ihre Reisebusse zum Flughafen warten. 

Mallorca - Tag 5

Um 8.00 Uhr stehe ich auf. Die Nacht war wieder kurz. Ich bin müde und packe meinen Koffer. Um 9.00 Uhr checke ich aus. Auf das Frühstück im Hotel verzichte ich. Nachdem ich meine Sachen ins Auto verstaut habe, fahre ich zur Cala Son Moll. Hier gibt es sicher wieder ein Café, in dem ich frühstücken kann. Schnell habe ich eines gefunden. Das Frühstück ist sehr lecker. Dann noch einen Cappuccino und der Morgen ist gerettet. Ich sitze direkt an der Mole zum Meer. Die Wellen rauschen wieder an die Felsen. Es ist nicht so heftig wie gestern, aber immer noch manchmal kraftvoll. Neben mir auf der Steinmole klettern zwei kleine Geckos! Sie sonnen sich. Mich faszinieren diese kleinen flinken Tiere. 

Nach dem Frühstück setze ich mich in mein Auto und fahre Richtung Cala Mesquida. Es soll dort riesige Dünen geben. Nach kurzer Fahrt habe ich sie gefunden, allerdings sind es normale Dünen. Eventuell bin ich auch durch unsere Nordseedünen verwöhnt.

Auf dem Weg hierher habe ich einen hohen Turm gesehen. Da fahre ich hin. 

Es ist in Capdepera. Ein Dorf mit steilen, engen Gassen. Ich parke mein Auto und steige zu Fuß den Weg zur Burg hinauf. 

 An den Häuserwänden entdecke ich immer wieder kleine Skulpturen. Es ist richtig spannend, wenn man mal nach oben schaut. 

Die Burg ist beeindruckend. Es gibt die Möglichkeit, eine Besichtigung zu machen.

Da ich nachher aber noch zu den Drachenhöhlen weiter will, schaue ich mir die Burg nur von außen an. 

Nicht nur die Burg ist faszinierend, auch die Aussicht von hier oben über die Straßen und Dörfer unter uns ist wunderschön. 

Es ist kurz vor 12.00 Uhr. Ich gehe zu meinem Auto zurück. Jetzt muss ich mich aber auf den Weg zur Drachenhöhle machen. 

Der Weg ist doch etwas länger und so komme ich leider ein paar Minuten zu spät an. Jetzt muss 90 Minuten auf die nächste Führung warten. Man hat die Möglichkeit im Schatten zu warten, aber auch die Außenanlagen der Drachenhöhle sind sehr schön. Ich sehe mich ein wenig in der großen Parkanlage um, aber nach einiger Zeit muss ich zurück in den Schatten. Es sind schon wieder 35°C! 

Um 14.00 Uhr geht es rein in die Drachenhöhle! Es ist kühl und leicht feucht, aber total angenehm! Unsere riesige Gruppe geht im Gänsemarsch auf den vorgegebenen Wegen. Die Stalaktiten und Stalagmiten sind mit indirektem Licht beleuchtet. Teilweise sind kleine Seen dazwischen. Es sieht wirklich toll aus. 

Fast am Ende der Führung kommen wir zu einem größeren See. Dort sind terrassenförmig viele Bänke aufgebaut. Nachdem wir alle platzgenommen haben, folgt ein 10-minütiges Konzert. Beleuchtete gondelähnliche Boote gleiten langsam über das Wasser. Die Boote sind mit Musikern besetzt, die mit Violinen und Celli klassische Musik spielen. Es ist einfach nur schön! 

Danach kann man sich mit dem Boot über den See fahren lassen. Darauf verzichte ich, denn ich habe ja noch einiges vor. Als ich wieder aus der Höhle rauskomme, knallt mir die Wärme entgegen. Es ist heute wohl der heißeste Tag des Jahres, bis jetzt. 37°C! Ich steige in mein Auto und mache die Klimaanlage an. Das tut gut!

Mein nächster Stopp soll eine Perlenfabrik in Manacor sein. Der Navi bringt mich zu einem riesigen Fabrikgebäude. Das ist mir heute doch zu viel. Ich verzichte und fahre weiter zu meinem nächsten Hotel. 45 Minuten soll die Fahrt dauern. 

Mein Ziel ist das Kloster Santuari Cura. Es liegt ganz oben auf einem Berg. Die letzten 5 km haben es in sich. Es sind wieder so steile Serpentinen, wie zum Cap Formentor. Als ich einmal zur Seite schaue, verschlägt es mit fast den Atem. Ich bin schon sehr hoch und kann über die ganze Insel schauen! Ich bin völlig überwältigt, so schön ist es! Mir kommen fast die Tränen. Das ist genau das, was ich nach den letzten Tagen brauche! Ich bin auf 534 m Höhe. Meine Ohren knacken. Diese Aussicht! Ich kann es nicht glauben! Die ganze Insel liegt mir zu Füssen! 

Vor dem Kloster ist ein großer Parkplatz. Ich lasse erstmal meine Koffer im Auto, um mich umzuschauen. Die Rezeption ist scheinbar noch nicht besetzt. Ich gehe zum Restaurant und frage einen Kellner, wann wieder jemand da ist. Er ruft kurz jemanden an und sagt mir, ich soll schon mal hingehen. 

Die Tür ist noch zu. Aber was ist das? Da sitzt doch jemand drin! Ich gehe hinein. Die Rezeptionistin hat schon auf mich gewartet, und sich gewundert, warum ich nicht reingekommen bin. Sie erklärt mir alles und gibt mir die Zimmerschlüssel. Das Zimmer ist im ersten Stock. Ich hole meinen Koffer und die Tasche und gehe zum Gebäude. Es gibt nur 30 Zimmer hier und es ist total still! Ich öffne die Tür. Eine leichte Kühle kommt mir entgegen. Das Zimmer ist superschön! Es hat 3 Fenster, die so angeordnet sind, dass der Wind durch das Zimmer weht. Das ist richtig angenehm! In der Mitte steht ein großes Kingsize Bett. Es gibt einen Schrank, einen Schreibtisch mit Flachbildfernseher und einen Ventilator! Das Badezimmer ist auch fast neu! 

Das ist wie im Paradies! Am liebsten würde ich die ganze restliche Zeit meines Urlaubs hier verbringen! Was auch noch sehr gut ist, es gehört zu den günstigsten Unterbringungen in meinem Urlaub. Als ich die Tagesdecke vom Bett nehme, sehe ich endlich mal frische Bettwäsche! Bei den anderen Zimmern hatte ich das Gefühl, es war nicht neu bezogen. Ich ruh mich erstmal etwas aus, denn inzwischen ist es 18.00 Uhr. Nach dem Abendessen werde ich mir den Sonnenuntergang anschauen. Ach ja, eine Minibar habe ich auch! (Mit blauer Beleuchtung!) Ich habe zwar nichts, was ich reinstellen könnte, aber zu wissen, dass ich es könnte, ist auch schon super! 

Okay, mit dem Sonnenuntergang hat es nicht so richtig geklappt, weil zu viele Wolken da waren, aber das Abendessen war sehr lecker. Es ist 21.30 Uhr. Ich gehe wieder auf mein Zimmer und mache es mir bequem. Der Wind ist langsam stärker geworden. Ich schließe die Fensterläden zur Windseite hin. Plötzlich entdecke ich einen kleinen Gecko an der Zimmerdecke. Ich hole mir einen Stuhl, um dichter an ihn ranzukommen. Aber er sitzt über dem Kleiderschrank, deshalb ist es zu weit weg. Wahrscheinlich hat er Schutz gesucht, weil es draußen jetzt richtig stürmt. Ich habe das eine Fenster auf. Wenn er will, kann er da raus. Ich schalte noch ein wenig den Fernseher an. 

Es ist inzwischen 0.30 Uhr. Es weht wie verrückt draußen. Mir fällt ein, dass ich mein Auto vorhin unter eine Baumgruppe gestellt habe! Wenn der Wind noch stärker wird, könnte so ein Baum schnell mal kippen! Ich ziehe mir schnell nochmal was über, mache die Taschenlampe an meinem Handy an und gehe zu meinem kleinen Flitzer. Der Vollmond steht am Himmel! Der Wind pfeift mir um die Ohren. Zum Glück sind noch andere Leute unterwegs, sonst wäre es ganz schön unheimlich. An der Mauer ist noch ein Parkplatz frei. Daneben steht auch ein Baum. Der würde, wenn er fällt, aber zur anderen Seite fallen. So, alles wieder zu, „Dann schlaf gut, mein Kleiner!“ Ich gehe wieder zurück in mein Schlafgemach und schwupp wieder ab ins Bett. Der Gecko wandert an der Decke umher. Ich versuche noch einmal, ihn zu fangen, aber er springt! Beim ersten Mal habe ich gedacht, er wäre runtergefallen. Dann habe ich ihn aber wieder oben gesehen. Er ist einfach gehüpft. „Okay, Gecko, dann schlaf gut und wenn du willst, weißt du ja, wo es rausgeht!“ 

Ich mache das Licht aus. Man, ist das dunkel hier! Daran muss man sich auch erstmal gewöhnen! Vom Wind wehen die Gardinen immer und schleifen über den Boden. Aber all das ist besser als die letzten Nächte! Und es ist angenehm kühl hier drin, weil die Sonne auf der anderen Seite des Hauses vorbeizieht! Es ist jetzt schon 2.00 Uhr! Nun aber die Augen zu und schlafen!

Mallorca - Tag 6

Ich werde um kurz nach 6.00 Uhr wach, weil sich mein Nachbar einen Wecker gestellt hat! Na, super! Mhm, wann geht noch mal die Sonne auf? So ein Sonnenaufgang kann ja auch ganz schön sein. Um 6.28 Uhr. Aber draußen sind immer noch Wolken am Horizont. Wie schade! Na ja, dann wieder ab ins Bett. Eine Stunde kann ich noch schlafen. Um 7.30 Uhr geht mein Wecker an. Es ist, bis auf den Wecker meines Nachbarn, wirklich sehr ruhig gewesen heute Nacht! Der Gecko ist auch verschwunden. Wahrscheinlich war es wirklich wegen des Windes, denn der hat jetzt nachgelassen. 

Um kurz nach 9.00 Uhr gehe ich zum Frühstücken. Der Himmel ist bedeckt, dadurch ist es aber auch nicht so sehr heiß. Ich melde mich zu Frühstück an. Das Frühstück ist nicht im Preis enthalten und wird extra berechnet. Ah ja, deshalb ist der Hotelpreis auch so günstig. Ich lasse das Frühstück auf mein Zimmer buchen. Dafür habe ich eine Checkkarte bekommen. Ich zahle dann bei der Abreise alles zusammen. Ich bestelle mir einen Cappuccino und bediene mich am Büfett. Es sieht wirklich sehr gut aus! Es gibt alles was das Herz begehrt. Ich suche mir draußen auf der Terrasse einen schattigen Platz. Es ist sehr angenehm hier. Eine leichte Brise weht. Die Zikaden zirpen und ersetzen damit das Wellenrauschen der letzten Tage! Das Frühstück schmeckt sehr gut! 

Nach dem Frühstück gehe ich auf Entdeckungstour. Der Klostergarten ist wunderschön. Es gibt Statuen, Metall-Skulpturen und riesige Bäume. Aber auch der Klosterhof unterhalb des Restaurants ist einladend mit seinen Bänken unter den großen Bäumen. Ich finde einige Motive, die ich zeichnen möchte, deshalb hole ich meine Stifte und einen Block aus meinem Zimmer und setze mich auf eine der Bänke unter die großen Bäume. 

Um kurz nach 12.00 Uhr packe ich alles ein. Oh, nein, was ist das denn? In meiner Tasche wimmelt es von kleinen Ameisen! Ich habe vorhin schon immer mal eine gesehen, aber das jetzt ist echt erschreckend! Ich hebe die Tasche an. Darunter ist eine Ameisenstraße! Die war vorhin noch nicht da! Ich packe meine Sachen aus der Tasche und schüttle alle Ameisen raus. Man, wie das kribbelt und krabbelt! 

Nach diesem Erlebnis brauche ich erstmal eine kleine Pause. Da ich langsam Hunger bekomme, werde mir im Restaurant etwas zu essen bestellen. Auf der Terrasse ist noch etwas Platz. Ich bestelle mir einen gemischten Salat und zum Nachtisch einen Cappuccino und einen Mandelkuchen. Das ist sehr lecker! Nachdem ich bezahlt habe, setze ich mich noch wieder etwas unter einen Baum. Ich sehe alles nach, damit ich nicht wieder in einem Ameisennest lande. Ich habe meine Landkarte dabei und suche schon mal meine Strecke für morgen raus. Hoffentlich ist das Hotel morgen auch so schön wie dieses hier! 

Der Himmel ist wieder bedeckt und es wird auch heute nichts mit einem schönen Sonnenuntergang. Ich gehe zurück auf mein Zimmer. Der Wind ist ganz schön kühl. Ich hab eine Gänsehaut! Schnell in mein gemütliches Zimmer! Ich mache es mir im Bett bequem. Um 23.00 Uhr mache ich das Licht aus. Eine Mücke umkreist mich. Ich weiß, dass sie mich nicht stechen wird, da ich meistens Glück habe, aber das Geräusch ist schon echt schlimm.

Ich werde ein bisschen traurig, als ich kurz vor dem Einschlafen daran denke, dass ich morgen schon wieder weiter fahre. Aber ich bin auch gespannt darauf, was mich noch alles auf dieser faszinierenden Insel erwartet. 

Mallorca - Tag 7

Heute geht es wieder an die Küste. Nach einem ausgiebigen Frühstück packe ich meinen Koffer und mache mich auf den Weg. Es geht wieder die lange Serpentinen-Straße hinunter. Nach einem letzten Blick auf das Kloster oben auf dem Berg, geht meine Reise weiter.  

Mein erstes Ziel ist heute Torrens. Dort gibt es Kunstmuseum mit Originalen von „Miro“ und „Dali“. Nach einer kurzen Irrfahrt durch die engen Gassen der Stadt finde ich einen großen Parkplatz. Ich werde den Rest lieber zu Fuß gehen. Der Navi zeigt mir an, dass es nur 2 Minuten sind. Ah, da ist schon ein Schild! „MUSEO“ Es ist wirklich nicht weit gewesen. Im Museum hängen ca. 50 Bilder und einige Skulpturen. Der Eintritt ist frei! Das finde ich gut. 

Das Bild von „Miro“ habe ich schnell entdeckt, doch von „Dali“ finde ich nichts. Auf dem Weg nach draußen spricht mich der Museumswärter an, weil er wohl gemerkt hat, dass ich was suche. Er zeigt mir kurz vor dem Ausgang die beiden Bilder von „Dali“. Es ist wirklich beeindruckend vor Originalen von so großen Künstlern zu stehen. 

Ich mache mich wieder auf den Weg. Die Sonne brennt. Wo war jetzt noch der Parkplatz? Ich gehe die Straße vom Museum entlang und... genau da ist auch der Parkplatz! Dann habe ich vorhin aber einen schönen Rundgang durch die Stadt gemacht! Ich steige wieder in mein Auto und fahre los. 

Mein nächstes Hotel ist in Cala d´Or. Der Ort hat wieder eine Haupteinkaufsmeile. Ich stelle mein Auto erstmal auf einem öffentlichen Parkplatz ab. Normalerweise darf man hier nur eine Stunde parken, aber heute ist Sonntag. Da darf man dort unbegrenzt parken. Ich suche mein Hotel. Es ist nicht weit weg und liegt zum Glück in einer Nebenstraße. Dort gibt es nebenan nur Ärzte, Kliniken und einen Supermarkt. 

Ich gehe schon mal rein. Zum Hotel gehört eine Bar, bzw. ein Restaurant. An der Rezeption ist gerade niemand. Ich gehe erstmal wieder raus. 

Oh, was ist das? Direkt am Hotel in der Seitenstraße ist ein Parkplatz frei! Da heute nicht so viele unterwegs sind, könnte es klappen. Ich gehe zum Parkplatz und fahre mit meinem Auto in die Straße neben dem Hotel. Hurra, er ist noch frei! Ich glaube, dichter kann man am Hotel nicht parken! Ich gehe wieder zur Rezeption. Jetzt ist eine Frau da. Sie begrüßt gerade ein Ehepaar und spricht deutsch mit ihnen. Das ist ja sehr gut! Ich hole schon mal meinen Koffer und die Tasche rein. „Hallo! Wir haben sie schon erwartet!“, begrüßt sie mich. Das ist ja schön, denn es ist erst 13.00 Uhr. Mein Zimmer ist schon fertig. Sie erklärt mir alles. Frühstück und Abendessen muss ich wieder extra bezahlen.

Mein Zimmer ist ein echtes Einzelzimmer mit einem schmalen Bett. Es liegt im 1. Stock. Es ist klein, hat aber alles, was man braucht. Vor allem eine Klimaanlage! Einen Balkon hat es auch. Ich schaue zur Klinik rüber – eine weiße Wand, bzw. ein Gebäude. Richtig weiß – das blendet schon fast! Es ist ruhig draußen. Wie schön! Das Badezimmer ist normal groß und sauber. Das ist doch auch sehr gut! Oh, ein Fernseher! Es soll hier deutsche Programme geben. Da werde ich heute Abend mal reinschauen. 

Ich ziehe mich um und gehe den Strand suchen. Es ist hier etwas komisch. Es gibt insgesamt fünf Buchten mit jeweils einem kleinen Sandstrand. Verbunden sind sie durch Straßen, in denen Appartementhäuser und Hotels stehen. Ich schaue mir erstmal die beiden Strände an, die am dichtesten an meinem Hotel sind. Es sind 10 Minuten Fußweg dorthin. 

Der erste Strand, den ich entdecke, ist relativ klein und völlig überfüllt! Es ist scheinbar sogar der Größte von allen. Denn er heißt „Cala Gran“. Ich bekomme Hunger und suche mir ein Restaurant am Strand. Das Essen schmeckt gut und die Bedienung ist freundlich. 

Nach dem Essen gehe ich zum Ende der Bucht – oder eher zum Eingang. Dort gibt es nur Felsen. Direkt zur nächsten Bucht kann man nicht gehen, man muss wieder die Straße entlang. 

Es sind teilweise sehr schöne Villen und Appartements hier. Die meisten sind hinter hohen Hecken versteckt. 

Eine steile Straße führt zur Bucht „Cala d´Or“. Die ist tatsächlich noch kleiner als die andere. Es gibt mehr Felsen und der Strand ist so groß wie ein kleiner Privatstrand. Direkt an der Bucht gibt es ein großes Hotel. 

Für mich wäre das hier keine Option, Strandurlaub zu machen, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich zuhause schon sehr schöne Strände direkt vor der Tür habe. 

Ich gehe zurück zu meinem Hotel und komme durch eine Restaurant-Meile. Hier kann man bestimmt sehr gut essen. Es gibt auch kleine Supermärkte und Boutiquen. Der Weg zu meinem Hotel ist schnell geschafft.

An der Rezeption in meinem Hotel ist jetzt ein Mann. Er ist Deutscher! Ich frage ihn nach dem Pool. „Der gehört zum Pool-Haus! Wir haben hier zwei Gebäude. Das Haupthaus mit der Rezeption, Bar und Restaurant und dann das Pool-Haus.“ Er zeigt mir den Weg dorthin. Es ist nur eine Straßenecke weiter. In dem Haus sind auch noch Gäste untergebracht. Eine Tür führt zum Poolbereich. Der Pool ist von 8.30 – 19.00 Uhr geöffnet. Das ist doch schon mal gut. 

Ich öffne die Tür – oh, man kann am Pool liegen, aber es ist sehr warm, weil hier kein Wind weht. Der Becken ist eher klein. Ich glaube, da verzichte ich, weil mein nächstes Hotel direkt in Strandnähe ist.

Ich gehe wieder zurück in mein Hotel und ziehe mich zum Abendessen um. Das Essen ist sehr lecker und man fühlt sich im Restaurant wohl, weil die Bedienungen sehr freundlich und aufmerksam sind. 

Es gibt hier frei WLAN, aber nur in der Lobby. Ich nehme mir einige Prospekte von der Rezeption mit. Eventuell werde ich morgen mit dem Bus nach Palma fahren, denn mit meinem Auto ist mir das zu stressig. Heute Nacht werde ich sicher gut schlafen können, weil mein Zimmer eine Klimaanlage hat und es wirklich sehr ruhig im Hotel ist. 

Mallorca - Tag 8

Ich habe sehr gut geschlafen und das Frühstück im Hotel ist wirklich gut. Der Speisesaal ist schön eingedeckt und es stehen sogar kleine Abfallbehälter auf den Tischen! Alles ist appetitlich angerichtet. Es sind noch nicht viele Gäste da. Eine spanische Bedienung deckt immer mehr Sachen im Büfett auf und füllt nach, sobald irgendetwas leer ist. Sie hat eine sehr fröhliche Ausstrahlung und begrüßt die Gäste, wenn sie hereinkommen. Mich fragt sie nach meiner Zimmernummer, weil ich kein Erkennungsband habe. So unterscheiden sie hier die Gäste mit Frühstück oder Halbpension. Das Publikum ist hier überwiegend etwas älter und so ist die Musikauswahl, die im Hintergrund läuft, eher etwas 60er Jahre und auch Klassik ist dabei. Ich mag solche Musik und gerade zum Frühstück ist es sehr angenehm, etwas Leichteres zu hören. 

Nach dem Frühstück gehe ich noch kurz in die Lobby, um zu schauen, wie ich mit einem Bus nach Palma fahren kann, denn mit meinem Auto wollte ich das eigentlich nicht. Die Sightseeing-Touren dauern immer ca. 10 Stunden, sagt die Rezeptionistin. Das ist mir zu lange. Aber man kann auch mit einem Linienbus fahren, erzählt sie mir. Die Fahrt dauert ca. 90 Minuten für eine Tour. Das ist doch eine gute Idee! 

Der Bus fährt um 10.00 Uhr gleich hier um die Ecke ab. Es ist kurz nach 9.00 Uhr. Ich gehe nochmal kurz in mein Zimmer und packe eine kleine Tasche. Ich will nicht zu viel mitschleppen. Um kurz vor 10.00 Uhr gehe ich zur Haltestelle. Es stehen schon einige Leute da. Der Bus kommt pünktlich. Die Fahrt dauert ewig, weil wir durch ganz viele kleine Orte fahren und immer mehr Leute einsammeln. Es ist warm im Bus! Zum Glück habe ich was zu trinken mit. Um kurz vor 12.00 Uhr sind wir da. Der Bus hält unterirdisch in einem Busbahnhof. Ich frage noch kurz, ob er hier auch wieder abfährt. „Ja, genau hier!“, antwortet der Busfahrer. Sehr gut. Ich gebe den Standort in mein Handy-Navi ein. Man weiß ja nie, wo es mich hintreibt. Oben an der Straße halten die Sightseeing-Busse. Diese Touren kenne ich schon von anderen Urlaubsreisen und sie sind sehr praktisch, weil man alle wichtigen Punkte einer Stadt anfährt, aus- und einsteigen kann, wie man möchte und auch noch viele interessante Informationen über die Sehenswürdigkeiten erhält. 

Die Fahrt dauert 90 Minuten. Ich habe meine eigenen Kopfhörer mitgenommen und nutze diese. Es klappt alles sehr gut. Der Bus fährt kreuz und quer durch die Stadt. Auszusteigen habe ich keine Lust. Nach 90 Minuten ist die Fahrt zu Ende und ich bin wieder am Bahnhof. Um 14.15 Uhr fährt der Bus zurück nach Cala d´Or. Den werde ich nehmen, denn so richtig Lust hierzubleiben, habe ich nicht. Im Bahnhof ist überall freies WLAN! Das ist natürlich super! Pünktlich um 14.15 Uhr dürfen wir einsteigen. Es kostet, wie auf der Hinfahrt, 8,40 Euro. Da alle Fahrgäste einzeln bezahlen müssen, kommen wir erst um 14.30 Uhr los. Es geht wieder durch alle möglichen Orte und um kurz vor 16.00 Uhr sind wir in Cala d´Or. Ich verpasse fast meine Station, weil der Bus jetzt anders fährt. Aber es klappt noch alles und ich finde schnell den Weg zu meinem Hotel. 

Ich zieh mich kurz um und mache mich dann auf den Weg zum Yachthafen. Es ist nicht weit weg. Nach etwa 15 Minuten bin ich da. Er ist nicht sehr groß, aber es liegen riesige Yachten da! 

Aber was mich richtig sprachlos macht, sind große Fische, die im Hafen kurz unter der Wasseroberfläche schwimmen. Sie sehen so ähnlich aus, wie Forellen und sind ca. 30 cm groß. Sie scheinen ja nicht zu schmecken, sonst würden hier doch jede Menge Angler stehen. 

Ich gehe die Promenade entlang. Auch hier gibt es viele Restaurants. Es sieht alles etwas exklusiver als in den anderen Buchten aus. Ich gehe die Straße weiter und komme wieder auf den Weg, der zu meinem Hotel führt. Das reicht dann auch für heute. Um 18.00 Uhr bin ich wieder im Hotel. Ich habe heute wieder eine Menge gesehen und werde nach dem Abendessen nur noch auf mein Zimmer gehen. Morgen muss ich meinen Koffer wieder packen. Dann geht es schon in mein letztes Hotel. Allerdings sind es dann immer noch 6 Nächte! Ich habe dann im Hotel leider keinen Balkon, aber ich hoffe, einen Ventilator! Parkplätze und WLAN soll es geben. Ich hatte schon eine Mail ans Hotel geschrieben, weil ich ein Upgrade fürs Zimmer gut gefunden hätte, doch leider haben sie kein anderes Zimmer mehr frei, außer es würde noch jemand absagen. Dann werde ich erstmal schauen, was mich dort erwartet. Hoffentlich ist es so schön, wie meine beiden letzten Hotels! 

Mallorca - Tag 9

Ich werde schon sehr früh wach und gehe um 8.00 Uhr frühstücken. Das Frühstück ist wieder sehr gut und reichhaltig. Heute spielen sie Walzer-Melodien, was mich fast zum Schunkeln animiert. Gestern hat mich die Musik eher an die Musik bei „Kellermanns“, dem Hotel aus dem Film „Dirty Dancing“ erinnert. 

Um 9.00 Uhr checke ich aus. Ich verstaue meine Sachen im Auto und gebe mein nächstes Ziel in den Navi ein. 

Meine erste Station ist „Cala Figuera“. Zuerst finde ich nur eine Bucht und stehe auf einem Felsen. Es sieht auch sehr schön aus, aber eigentlich wollte ich den Hafen sehen. Ich steige wieder ein und fahre kreuz und quer durch das Dorf. Endlich finde ich ein Schild mit dem Hinweis „Hafen“ bzw. „Porto“. Es geht steil bergab und die Straße wird immer enger. Da ist der Hafen! Aber auch eine Schranke. Na, super! Wie gut, dass mein kleiner Flitzer so wendig ist! Ich fahre ein Stück zurück und finde gleich einen Parkplatz. Zu Fuß gehe ich hinunter zum Hafen. 

Er ist wirklich wunderschön, mit seinen hohen Felswänden in der fjordartigen Bucht. Es gibt noch richtige Fischer hier, die ihre Netze vom Fang heute Morgen reinigen. Ich suche mir ein Café, um noch einen Cappuccino zu trinken, bevor ich weiter fahre. Oberhalb des Hafens finde ich eins. Es ist herrlich ruhig hier. Wahrscheinlich ist hier noch nicht so viel los, weil es noch so früh ist. Nachdem ich meinen Cappuccino ausgetrunken habe, mache ich mich wieder auf den Weg. Mein nächstes Ziel ist „Ses Salines“. 

Eigentlich wollte ich den Salzabbau, bzw. die Salinen sehen, finde im Navi aber nur „Faro Ses Salines“. Es ist der Leuchtturm auf der südlichsten Spitze von Mallorca. Der Weg ist unendlich lang und geht fast immer geradeaus. 

Dann bin ich endlich da. Es ist eine Felsenküste mit einem Leuchtturm. In den Felsen stehen Pfützen mit Salzkristallen. Okay, da habe ich mein Salz. Das muss dann so reichen! Dann fahre weiter. Vielleicht finde ich die Salinen ja noch irgendwo zufällig. In den Navi habe ich „Es Trenc“ eingegeben. Da ich aber immer noch die Hoffnung habe irgendwo die Salinen zu sehen, biege ich immer mal wieder einfach in eine Straße ein, bei der ich denke, es könnte zu den Salzfeldern gehen. Mein Navi versucht natürlich mich immer wieder auf den Weg nach „Es Trenc“ zu bringen und ich glaube, er wird langsam sauer! Als ich auf einer Straße, bzw. Weg lande, der nur noch sandig und steinig ist, gebe ich mich geschlagen und folge jetzt den Angaben des Navis. Nach ca. 20 Minuten bin ich in „Es Trenc“ am Strand. 7,00 Euro Parkgebühr muss ich bezahlen! Nur weil ich einmal kurz den Strand sehen möchte? So ein Mist! Ich zahle und parke mein Auto. 

Der Weg zum Strand erinnert mich an zu Hause, wenn wir dort durch die Dünen zum Strand gehen. Es sieht fast wie in Schleswig-Holstein aus. Ich mache mich wieder auf den Weg zurück zum Auto. Die Straße zum Strand war sehr eng. Zum Glück ist der Rückweg breiter und er führt mich an großen, weißen Haufen vorbei. Das werden die Salzberge sein. Im Vorbeifahren sehe ich dann auch noch die Salinen. So ein Zufall! Ich bin begeistert.

Jetzt fahre ich nach „Algaida“. Dort will ich mir eine Glasfabrik mit Museum anschauen. Um kurz nach 13.30 Uhr bin ich an der Fabrik. Leider gingen die Vorführungen nur bis 13.30 Uhr und starten erst um 15.00 Uhr wieder. Das ist schade. Ich schaue mich im Verkaufsraum um. Es ist wirklich groß hier. 

Sie haben superschöne Sachen. Mir fällt sofort ein kleiner Glaskrug ins Auge. Den muss ich nachher mitnehmen. Ich gehe weiter und entdecke noch eine tolle Vase. Die muss auch mit. Ich bezahle und gehe dann noch ins Museum. Hier sind alte Herstellungsgeräte ausgestellt und alte Glaswaren aus der ganzen Welt. Sehr beeindruckend finde ich aber den Hof und das Gebäude von außen. 

So, dann reicht es aber auch. Jetzt will ich zu meinem Hotel nach „Port de Soller“. Es dauert ca. 45 Minuten. Es geht in, bzw. durch die Berge. Ich muss vor einem Tunnel eine Gebühr bezahlen! Damit habe ich gar nicht gerechnet! Ich hole meine VISA-Karte raus und hoffe, dass es funktioniert, denn Bargeld nehmen sie an diesem Schalter nicht! Es klappt! Die Karte kommt wieder raus und ich darf durch die Schranke und in den Tunnel. Jetzt geht es nur noch bergab. Nach kurzer Zeit bin ich in „Port de Soller“. Es gibt sogar ein Hinweisschild mit meinem Hotel-Namen drauf! Aber mein Navi führt mich auch richtig. 

Ich finde vor dem Hotel einen Parkplatz. Mit meinem Koffer gehe ich zur Rezeption. Ich bekomme meinen Schlüssel. Es ist im 2. Stock. Ich schließe die Tür auf und falle schon fast auf mein Bett. Es ist superklein. Aber noch schlimmer ist, dass es zwar ein Fenster hat, man dieses aber nicht richtig öffnen kann, weil es gleich zu einer Wand geht und dadurch auch keine Helligkeit bringt. Ich bin enttäuscht. Es ist zwar alles sauber, schön und neu, aber wenn ich hier 6 Tage bleibe, bekomme ich Depressionen. Ich gehe nochmal zur Rezeption und frage nach einem Upgrade. Sie könnte mir ein Zimmer für 3 Tage geben. Dann müsste ich für eine Nacht wieder in das kleine Zimmer und danach könnte ich noch 2 Tage in ein anderes großes Zimmer. Sie gibt mir den Schlüssel und sagt, ich solle es mir mal anschauen. Als ich die Tür des neuen Zimmer aufschließe kann ich mein Glück kaum glauben. Das Zimmer ist riesig, hat einen Balkon, von dem ich auf die Bucht schaue. Es ist modern eingerichtet und hat ein tolles Badezimmer. Anders gesagt, es ist ein Traum. Ich muss natürlich jetzt etwas mehr bezahlen pro Tag, aber das ist es mir wert. 

So, dann reicht es aber auch. Jetzt will ich zu meinem Hotel nach „Port de Soller“. Es dauert ca. 45 Minuten. Es geht in, bzw. durch die Berge. Ich muss vor einem Tunnel eine Gebühr bezahlen! Damit habe ich gar nicht gerechnet! Ich hole meine VISA-Karte raus und hoffe, dass es funktioniert, denn Bargeld nehmen sie an diesem Schalter nicht! Es klappt! Die Karte kommt wieder raus und ich darf durch die Schranke und in den Tunnel. Jetzt geht es nur noch bergab. Nach kurzer Zeit bin ich in „Port de Soller“. Es gibt sogar ein Hinweisschild mit meinem Hotel-Namen drauf! Aber mein Navi führt mich auch richtig. 

Ich finde vor dem Hotel einen Parkplatz. Mit meinem Koffer gehe ich zur Rezeption. Ich bekomme meinen Schlüssel. Es ist im 2. Stock. Ich schließe die Tür auf und falle schon fast auf mein Bett. Es ist superklein. Aber noch schlimmer ist, dass es zwar ein Fenster hat, man dieses aber nicht richtig öffnen kann, weil es gleich zu einer Wand geht und dadurch auch keine Helligkeit bringt. Ich bin enttäuscht. Es ist zwar alles sauber, schön und neu, aber wenn ich hier 6 Tage bleibe, bekomme ich Depressionen. Ich gehe nochmal zur Rezeption und frage nach einem Upgrade. Sie könnte mir ein Zimmer für 3 Tage geben. Dann müsste ich für eine Nacht wieder in das kleine Zimmer und danach könnte ich noch 2 Tage in ein anderes großes Zimmer. Sie gibt mir den Schlüssel und sagt, ich solle es mir mal anschauen. Als ich die Tür des neuen Zimmer aufschließe kann ich mein Glück kaum glauben. Das Zimmer ist riesig, hat einen Balkon, von dem ich auf die Bucht schaue. Es ist modern eingerichtet und hat ein tolles Badezimmer. Anders gesagt, es ist ein Traum. Ich muss natürlich jetzt etwas mehr bezahlen pro Tag, aber das ist es mir wert. 

Mallorca - Tag 10

Ich werde um 6.30 Uhr wach. Die Sonne geht gerade auf, allerdings hinter dem Berg. Als ich sie sehe, ist sie schon ganz hell. Ich stehe um 7.00 Uhr auf und mache mich fertig. Um kurz nach 8.00 Uhr bin ich beim Frühstück. Es gibt wieder alles, was ich so brauche. Brötchen, Käse, Marmelade, Müsli und Kaffee. Ich sitze am Fenster zur Straße. Plötzlich hält draußen ein Polizeiwagen und geht in Richtung meines Autos. Ich werde nervös und als ich gerade raus will, steigen die Polizisten wieder ein und fahren weg. Ich gehe trotzdem raus und sehe, dass auf der anderen Seite einer geparkt hat. Das ist nicht erlaubt. Hinter meinem Wagen hat sich auch noch einer rein gequetscht. Beide haben einen Strafzettel. Ich nicht - ein Glück! Ich gehe wieder rein und frühstücke zu Ende. Da ich das Frühstück nicht mit gebucht habe, muss ich es jedes Mal an der Kasse bezahlen. Wieder in meinem Zimmer, packe ich ein paar Sachen ein und fahre los in Richtung Deia. 

Es ist eine steile Serpentinenstraße (wie immer!). Eigentlich wollte ich zum Hotel Residenz, wegen einer Ausstellung, aber die Straßen im Ort sind mir zu eng und zu steil. Ich fahre weiter nach Valldemossa. Es liegt auf meiner Strecke. Wieder geht es bergauf und bergab. In Valldemossa suche ich mir gleich außerhalb des Ortes einen Parkplatz. Ich bezahle für 1 ½ Stunden Parkgebühren. Das müsste eigentlich reichen. Ich schlendere durch den Ort. Auch hier gibt es wieder Giovanni L. Eis! 

Außerdem gibt es einen Laden mit Rittersachen und Schwertern. Ich schicke ein Foto davon nach Hause. „Welches soll ich mitnehmen?“ „Das größte!“, ist die Antwort meiner Tochter! Wie soll ich das durch den Zoll bekommen? 
Kurz vor 12.30 Uhr gehe ich wieder zum Auto. Ich werde jetzt noch nach Soller über die Serpentinen fahren, um das Tunnelgeld zu sparen. Es gibt dort eine Olivenölfabrik. 

Soller hat auch wieder so viele Gassen, dass ich mein Auto außerhalb parke. Die Olivenölfabrik finde ich nicht, also gehe ich in die Altstadt. Hier dürfen keine Autos fahren, aber der „Orangen-Express“, eine Straßenbahn, die von Port de Soller bis nach Soller fährt, bimmelt quer über den Marktplatz! Ich setze mich in ein Restaurant und bestelle mir einen Salat mit Früchten. Er ist lecker, allerdings nicht so lecker, wie der aus Pollenca. Als ich zum Auto zurückgehe, komme ich an einem Kunstmuseum vorbei. Heute habe ich keine Lust reinzugehen. Mal sehen, vielleicht fahre ich nochmal mit der Straßenbahn hierher und gehe dann auch in die Ausstellung. Nach etwas suchen, finde ich mein Auto wieder und fahre zurück ins Hotel. 

Was ist das? Kein Parkplatz ist frei! Ich fahre ein Stück weiter und folge der Straße bis zum Leuchtturm. Das wollte ich sowieso schon immer machen. Es führt wieder eine steile Straße hinauf zum Leuchtturm. Die Aussicht ist super, aber auch ganz schön hoch! Ich gehe lieber nicht so dicht an die Kante.

Als ich wieder zurückfahre, ist immer noch kein Parkplatz frei. Ich fahre runter in den Ort und parke auf einem Bezahlparkplatz. Hier kann ich aber nur eine Stunde stehen! Als ich zum Hotel zurück komme, ist fast vor der Tür ein kleiner Parkplatz. Och, menno! Ich bringe meine Tasche nach oben und gehe wieder zum Auto. Als ich mit dem Auto komme, ist der Parkplatz sogar noch größer geworden! Es ist noch jemand weggefahren! Jetzt steht mein Kleiner direkt vor dem Hotel! Das ist doch super! 

Es ist schon 17.00 Uhr. Ich gehe noch mal runter an die Promenade und setze mich in ein Restaurant. Das Essen schmeckt wieder sehr gut. Langsam werde ich müde. Es ist zum Glück etwas kühler geworden ist. Ich spaziere langsam wieder zum Hotel und setze ich mich noch etwas auf den Balkon. 

Um 23.00 Uhr gehe ich zu Bett. Die Tour durch die Serpentinen heute hin und zurück, war doch ganz schön anstrengend. Ich mache das Licht aus und lass aber die Balkontür auf. Ich habe mich zur Sicherheit mit einem Mückenschutz eingesprüht. Er riecht irgendwie nach Rosmarin, oder anderen Kräutern. Na, Hauptsache es hilft! Im Dunkeln höre ich plötzlich ein Flattern. Eine Fliege ist das nicht, dafür ist es zu laut! Ein Falter schon eher. Ich mache das Licht an und hole den Zahnputzbecher. „Es“ sitzt an der Wand. Zack, der Becher schnappt zu. Was ist das? Es ist groß. So ca. 3 cm und es ist ein Käfer, also keine Kakerlake, weil er lange Fühler hat und fliegen kann. Ich mache ein Foto, damit ich ihn eventuell identifizieren kann. Ich lasse ihn auf meinem Vordach frei und schließe schnell die Balkontür! Also muss sie doch zu bleiben. Ich bin hier einfach zu dicht am Pinienwald. So, zweiter Versuch. Licht aus, schlafen!

Mallorca - Tag 11

Ich werde wieder um 6.30 Uhr wach. Das liegt bestimmt immer an dem Hahn, der morgens immer kräht! Ich lese die Zeitung und stehe um kurz nach 7.00 Uhr auf. Kurz nach 8.00 Uhr bin ich wieder fertig und gehe frühstücken. Es gibt wieder die gleichen Sachen, wie gestern zum Frühstück. Aber das ist nun wirklich nicht schlimm, denn es schmeckt ja. 

Heute werde ich mit der Bimmelbahn nach Soller und Palma zu fahren. Es ist jetzt kurz vor 10.00 Uhr. Um 10.25 Uhr soll die nächste Bahn fahren. Dann würde erst wieder eine um 11.30 Uhr kommen, also trabe ich zur Tram! Da ich nicht genau weiß, wo die Endstation ist, folge ich einfach den Schienen. Man, ist das ein langer Weg. Die Station liegt genau gegenüber von meinem Hotel. Einmal um die Bucht herum. Ich bin rechtzeitig um 10.20 Uhr da. Die Bahn kommt sogar erst um kurz nach halb elf. Ein Ticket nach Soller kostet 7.00 €. Die Fahrt dauert ca. 20 Minuten. Auf der Fahrt an der Bucht entlang, hält die Bahn noch an zwei weiteren Haltestellen an. Ich hätte mich also gar nicht so beeilen müssen, sondern hätte gleich bei mir um die Ecke einsteigen können! Na gut, so ein Fußmarsch ist ja gesund! Auf dem Fahrplan in der Bahn sind die Abfahrtzeiten für den Zug nach Palma. Einer soll um 10.50 Uhr fahren! Der nächste erst um 12.00 Uhr. Das schaffen wir nie! Doch! Obwohl wir fast an jeder Milchkanne halten, sind wir kurz vor 11.00 Uhr da und der Zug wartet auf uns! 

Jetzt noch schnell ein Ticket kaufen (18 €!), und dann rein in den Oldie-Zug! Ich sitze kaum, da zuckelt er auch schon los. Zum Glück sind alle Fenster auf, sodass der Fahrtwind kühlt. Immer wieder fährt der Zug durch Tunnel. Ein Tunnel ist besonders lang. Es wird richtig kühl, durch die offenen Fenster. Nachdem die Berge hinter uns liegen, rattert der Zug durch die Landschaft. Mhm, so super finde ich es nun nicht, aber ich habe es mal mitgemacht. Nach einer Stunde sind wir um 12.00 Uhr in Palma. Ich mache noch ein Foto von den Abfahrtzeiten zurück, bin mir aber nicht sicher, ob ich nicht lieber mit einem Bus fahren soll. Das ist bestimmt billiger. Ich schaue im Busbahnhof nach den Abfahrtzeiten für einen Bus nach Port de Soller. Es fahren zwei Busse zur gleichen Zeit um 15.30 Uhr. Einer direkt, der braucht nur 30 Minuten und einer, der über Valldemossa und Deia(!) fährt, der braucht etwas länger. Den werde ich nehmen, dann kann ich noch ein paar Fotos machen! 

Ich gehe jetzt erstmal in die Stadt. Ich möchte zu den Cafés unter den Bäumen, aber irgendwie finde ich sie nicht. Ich gehe wieder zurück zum Bahnhof, weil ich mir dort noch einen Obstbecher holen will. Den Weg finde ich schnell. Ich kaufe mir auch noch wieder ein Schoko-Flautas und einen Cappuccino. Es ist jetzt erst 13.00 Uhr. Ich habe also noch genug Zeit. Ich habe vorhin schon einmal überlegt, ob ich nicht doch mal kurz zum Ballermann fahren soll. Zufällig fragt eine ältere Französin die Bedienung nach dem Weg zum Bus nach El Arenal. Sie zeigt, gleich da vorne. Mhm, ich suche mir im Handy eine Busverbindung raus. Es fahren mehrere Busse im 10 Minuten Takt. Sehr gut! Jetzt muss ich nur noch schnell mal aufs Klo. Hier im Restaurant kosten die Toiletten 1 €. Da ich nur 2 € Stücke habe (und auch geizig bin), gehe ich runter in die Bahnhofsstation. Ah, da ist ja schon eine. Die Putzfrau unterhält sich gerade aufgeregt mit einer anderen Frau. Ich gehe in die Toilette. Was ist das? Hier laufen die Kakerlaken an der Wand rum! Na, super, Susanne! Warum bist du immer so geizig? An meiner Tür wird gerüttelt. Es ist kein Klopapier da. Hätte ich aber auch nicht benutzen wollen. Ich mag hier gar nichts anfassen. Ich greife in meine große Handtasche, ein der Hoffnung ein paar Taschentücher zu finden. Mit einem Griff! Ein Glück! So, jetzt aber raus hier! Die Klofrau steht mit einer Rolle Klopapier vor mir. Das wollte sie also vorhin. Ist ja sehr nett, aber jetzt nicht. Ich wasche mir noch kurz die Hände. Zum Glück sind die Türen auf und ich muss nichts mehr anfassen! Draußen hole ich erstmal mein Desinfektionsgel aus der Tasche! Ich schüttle mich. 

Jetzt aber zum Bus nach El Arenal! Man, bin ich heute mutig! Der Bus kommt pünktlich. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten und kostet 1,50 €. Das ist doch mal günstig! Ich weiß nicht genau, wo ich aussteigen soll, also folge ich der Meute. Ich schau mich nochmal um. Zurück fährt der Bus auf der anderen Seite. Das ist ja einfach. Ich bin scheinbar am Ballermann 12 ausgestiegen. Na ja, dann kann ich mir ja mal die ganze Meile anschauen. Hier ist eigentlich alles normal. So wie in Cala Ratjada, o. ä. Es gibt hier die ganze Promenade entlang Restaurants und Boutiquen. 

Je dichter man zum Ballermann 6 kommt, desto lauter wird die Musik. Ich sehe die Currywurst-Bude von Melanie Müller und gegenüber die von dem Auswanderer von RTL. Ich gehe noch ein Stück weiter. Vielleicht sehe ich ja noch das Café von Daniela Katzenberger. Leider nicht! Unter Google steht sogar, dauerhaft geschlossen! Wusste ich gar nicht! Ich gehe wieder in Richtung Bushaltestelle. Hier werden die Typen schon betrunkener! Der Bus kommt zum Glück gleich! Während der Fahrt muss der Fahrer einmal scharf bremsen, weil ein Suffkopp sich vor den Bus werfen wollte! Er wird aber von seinem, ebenfalls betrunkenen Freund, weggerissen! Ich weiß, warum ich hier nicht herwollte! Der Bus ist um 14.45 Uhr in Palma. Er hält an einer Haltestelle, genau da, wo ich hinwollte! Ich springe raus, weil ich ja noch 45 Minuten Zeit habe. Bis dahin muss ich doch zu Fuß zum Bahnhof kommen! 

Ich gehe durch die Fußgängerallee mit den großen Bäumen, wo die vielen Cafés sind. Leider habe ich jetzt nicht mehr die Zeit, mich hierhin zusetzen, aber hindurch zu gehen, ist auch sehr schön! So, und wo gehts jetzt zum Bahnhof? Ich hole mein Handy-Navi raus, nachdem ich nicht mehr weiter weiß. Es ist jetzt schon 15.00 Uhr. Ah, da gehts lang. Elf Minuten soll der Weg dauern. Das müsste ja reichen. Ich bin um 15.15 Uhr am Bahnhof. Ich brauche aber noch eine Flasche Selter und ein Croissant. Das hole ich mir am Bahnhof. Um 15.25 Uhr bin ich am Bus. Die Haltestelle ist zum Glück leicht zu finden. Der Bus kommt. 4,30 € kostet die Fahrt. Das ist ja ein Schnäppchen! Es gibt sogar eine Belüftung für jeden Platz. Ich setze mich so hin, dass ich gut fotografieren kann. Pünktlich fahren wir los. Der Fahrer düst durch die engen Straßen, als wäre das nichts! Zuerst kommen wir durch Valldemossa. Auch hier kann ich noch ein paar Fotos machen, die ich beim Autofahren nicht machen konnte. 

In Deia sehe ich sogar die Auffahrt zum Hotel Residencia. Ich bin mir aber nicht sicher, ob man das Hotel von der Straße sehen kann, oder ob da noch andere Häuser davor sind. Ist auch egal. Ich habe jetzt genug Fotos von allen Sachen. Zu Hause muss ich erstmal aussortieren. Um 17.00 Uhr sind wir in Port de Soller. Der Busfahrer hält einfach an der Straße. „Ist das die Endstation?“ „Ja!“ Ähm, und wo muss ich jetzt hin? Ich folge mal wieder der Masse. Wir kommen ungefähr da raus, wo heute Morgen die Endstation der Eisenbahn war! Ich bekomme langsam Hunger und suche mir auf dem Weg ins Hotel noch ein Restaurant. Ich esse gemütlich und dann spaziere ich zum Hotel. War der Weg heute Morgen auch schon so lang? Mir ist heiß! Endlich bin ich am Hotel. Das war ja wieder eine lange Tour heute! Mein Schrittzähler zeigt über 13.000 Schritte und 42 Etagen an! Ich glaube, so viel hatte ich noch nie! 

Ich ruh mich erstmal etwas aus und setze mich noch etwas auf meinen Balkon. Es wird schon dunkel! Wieder sind zwei Fliegtiere bei mir im Zimmer. Diesmal aber so was wie Schnaken. Zahnputzbecher her und raus damit! Tür zu, Lüfter an! Der ist ziemlich laut, aber er hilft! Um ca. 23.00 Uhr mache ich das Licht aus. Meine Sachen habe ich schon etwas eingepackt, weil ich morgen wieder umziehen muss.

Mallorca - Tag 12

Wieder werde ich um 6.30 Uhr wach. Der Hahn kräht, als ich die Balkontür aufmache! Höre ich den durch die geschlossene Tür? Ich lese noch die Zeitung und stehe dann auf. 

Heute geht´s ins Einzelzimmer. Nachdem ich mich fertig gemacht habe, packe ich schon mal den Koffer und die Tasche fertig. Dann gehe ich frühstücken. Eigentlich wollte ich nochmal was anderes ausprobieren, aber hier weiß ich, was ich habe, und es schmeckt ja auch gut. Nach dem Frühstück gehe ich zur Rezeption und frage, ob mein Zimmer schon frei ist. „Ja, sie können gleich wechseln.“ Ok, mache ich. Ich nehme den 206er-Schlüssel mit und bringe meine Sachen rüber ins kleine Zimmer. Dann bringe ich den 204er-Schlüssel runter zur Rezeption. Sie freut sich, dann können die Zimmermädchen schon mal sauber machen! In meinem neuen, alten Zimmer hat sich nichts verändert, seit ich hier raus bin. Ich packe ein paar Sachen aus, aber irgendwie ist hier gar keine richtige Ablagefläche. Kein Schreibtisch oder Stuhl. Nur ein Regal mit einem Würfel als Hocker. Na ja, für eine Nacht geht es. 5 oder 6 Nächte hätte ich hier nicht wohnen mögen! Ich überlege, was ich heute machen könnte. Es ist kurz vor 10.00 Uhr. Ich werde nach Soller mit der Bimmelbahn um 10.25 Uhr fahren und da ins Museum gehen. Ich ziehe mich um und packe meine Tasche. Heute muss ich ja nicht so hetzen, weil ich ja eine Station früher einsteigen kann! Ich gehe gemütlich zur Haltestelle.  Die Bahn kommt. Ich stehe bereit und sie hält extra für mich! Nach 20 Minuten sind wir wieder in Soller. Die Bahn hält am Bahnhof. 

Hier scheint es auch eine Ausstellung zu geben. Bilder von Miro und Keramiken von Picasso! Das muss ich mir anschauen! Es ist total interessant. Teilweise sind Fotos von den beiden befreundeten Künstlern ausgestellt. Nachdem ich alles gesehen habe gehe ich in das Kunstmuseum. Auf dem Weg dahin sehe ich viele schöne Geschäfte, teilweise auch mit Ölbildern u. ä. Dann bin ich am Museum. Ein Ticket kostet 5,- Euro. Das Museum hat 4 Etagen. Ich arbeite mich von unten nach oben durch. In der 4. Etage hängen ganz viele Originale von Miro und diesmal auch Gemälde und Zeichnungen von Picasso! Ich mache viele Fotos. Außerdem gibt es eine Sammlung verschiedener Werke von Juli Ramis. Er soll einer der besten 100 Maler sein. 

Es ist jetzt 12.00 Uhr und ich bin durch mit der Ausstellung. In 30 Minuten fährt eine Bahn zurück nach Port de Soller. Ich gehe zum Bahnhof. Der Himmel über den Bergen ist den ganzen Vormittag schon mit Wolken verhangen. Jetzt fängt es sogar ein bisschen an zu tröpfeln! Ich finde es schön! Als ich zurück in Port de Soller bin, hat sich der Regen verzogen. Nur der Himmel ist teilweise noch bedeckt. Ich fahre bis zur Endstation. Es gibt hier viele tolle Geschäfte, die werde ich mir noch anschauen. Dann spaziere ich zum Hotel zurück. Ich habe etwas Hunger, esse aber nur eine Kleinigkeit. Ich werde heute Abend wieder richtig essen gehen. 

Ich mache es mir etwas auf meinem Bett gemütlich. Das Zimmer hat doch einen Vorteil: Es ist nicht so warm wie das andere Zimmer, weil die Sonne hier nicht rein scheint. Ich mache aber doch den Lüfter an, weil es hier etwas müffelt. Das Fenster zu öffnen bringt nicht viel, weil es zu klein ist. Außerdem geht es auf die Terrasse meiner Nachbarn! Als ich den Lüfter mal ausmache, merke ich erst, wie laut es hier im Zimmer ist. Wenn jemand duscht, oder auf die Toilette geht, rauscht es so laut, als sei es bei mir im Zimmer. Und auch die Gespräche meiner Nachbarn kann ich gut hören. Amerikaner, Franzosen und was sonst: Dänen! Um 17.00 Uhr mache ich mich fertig und gehe essen. Ich gehe wieder in das Lokal vom letzten Mal. Die Bedienung erkennt mich wieder! Ich bestelle wieder den Haussalat und ein Selters. Zum Nachtisch nehme ich diesmal Panna Cotta und einen Cappuccino. Die Bedienung fragt mich, ob ich für länger hier wohne, oder Urlaub mache. Nur zum Urlaub, sage ich ihr. „Wie schade“, sagt sie. Sie sucht noch jemanden, der ihr beim Englisch lernen helfen könnte. „Nein, tut mir leid, das wird nichts. Ich bin nur noch morgen hier!“ 

Nach dem Essen gehe ich noch ein bisschen an der Mole spazieren und setze mich auf eine Steinbank ans Wasser. Ich zeichne etwas. Die Sonne ist immer noch teilweise hinter den Wolken versteckt, dadurch ist es hier nicht so schrecklich heiß. Auf dem Rückweg ins Hotel gehe ich barfuß am Strand im Wasser entlang. Es gibt hier irgendwie keine Muscheln, nur kleine und große Steine oder Sand. Da entdecke ich ein Schneckenhaus im Wasser. Das nehme ich mit. Es ist das Einzige, das ich auf dem Weg finde! Das Wasser hat Badewannen-Temperatur. Eine Abkühlung ist das nicht so richtig! Aber ich muss auch nicht baden. Das mit den Füßen reicht mir schon. Als ich am Hotel wieder ankomme, setze ich mich noch etwas auf die Hotelterrasse. Nach ca. 10 Minuten gehe ich rein. Mein Handy muss an die Ladung und ich muss mir den Sand von den Füßen abspülen. Als das erledigt ist, mache ich es mir auf dem Bett bequem. Ich habe heute fast wieder 10.000 Schritte geschafft! Das finde ich super! Ich muss zuhause auch mehr zu Fuß gehen! Es ist durch meine Nachbarn ganz schön laut. Wenn die Klospülung geht, hört es sich an wie ein Wasserfall in meinem Zimmer. Dann höre ich ein Schnarchen, als wäre es bei mir im Zimmer. Ich habe mein Fenster auf und mein Nachbar scheint direkt an seiner Terrassentür zu schlafen. Ich mache das Fenster zu und den Lüfter an, dann geht´s. Ich schlafe nicht gleich ein, weil draußen wieder ein Heavy Metal Konzert ist und die Gitarren-Soli echt nerven. Aber um 23.00 Uhr ist es wieder wie von Geisterhand ruhig. Kurze Zeit später kommen wieder ein paar Nachbarn nach Hause. Aber die geben auch irgendwann Ruhe.

Mallorca - Tag 13

Ich werde von meinem Wecker um 7.30 Uhr geweckt. Hier höre ich den Hahn also nicht krähen! Ich stehe auf und mache mich fertig fürs Frühstück. Nach dem Frühstück muss ich wieder packen, weil ich ja wieder in ein neues Zimmer komme. Ich packe alles zusammen und bringe meine Koffer in die Gepäckaufbewahrung. Um 13.00 Uhr ist mein Zimmer bereit für mich. 

Ich gehe noch ein bisschen spazieren. Diesmal gehe ich die Mole bis ans Ende. Zum Leuchtturm auf dieser Seite kann man nicht, weil es militärisches Sperrgebiet ist. Ich gehe am Hafen entlang. Hier liegen wieder riesengroße Motorboote. Sie sind 6-7 Meter breit. 




Gleich daneben liegen Fischerboote. Die Fischer haben ihre Netze auf der Mole zum Trocknen ausgelegt.

Auf meinem Rückweg gehe ich noch kurz baden und lege mich anschließend an den Strand. Das Wasser ist wirklich einladend heute und es ist sogar erfrischend! Ein leichter Wind weht. Um mich herum liegen Dänen oder Schweden. (Was auch sonst!) Ich werde heut Nachmittag auch noch mal herkommen, aber jetzt muss ich erstmal meinen Bikini trocknen! Um kurz vor 13.00 Uhr gehe ich zum Hotel zurück. 

 

Mein Zimmer ist fertig. Ich hole meinen Koffer und suche mein Zimmer. Es ist in der 3. Etage. Vom Fahrstuhl ist es leicht zu finden. 

Ich mache die Tür auf und eine kühle Brise weht mir entgegen! Die Balkontür ist auf. Das ist ja super! Ich schau mich im Zimmer um. Es ist größer als mein Zimmer gestern, aber kleiner als das Erste. Der Balkon geht in Richtung Berg nach hinten raus und liegt gegenüber von 3 bzw. 4 oder 5 anderen Balkonen, die entweder genau auf meiner Höhe sind, oder etwas höher. Mhm, dann werde ich wohl lieber, die Gardinen zu lassen. Das Badezimmer ist von allen dreien das Schlechteste. Es hat eine alte Badewanne und einen Duschkopf, der nur von oben gießt. Das Waschbecken ist allerdings etwas größer als das von gestern. Das ist aber auch nicht schwer! Ich packe erstmal etwas aus und gehe dann duschen. Es funktioniert relativ gut. Nur, das es immer ein paar Sekunden dauert, bis das Wasser vom Wasserhahn unten auf den Duschkopf oben umstellt! Nach dem Duschen esse ich noch etwas und lege mich dann noch etwas aufs Bett. 

Um 16.00 Uhr ziehe ich mich wieder an und gehe nochmal zum Strand. Ich lege mich wieder dahin, wo ich heute Morgen schon gelegen habe. Baden werde ich aber nicht mehr, weil mein Bikini total lange braucht, um zu trocknen, und ich möchte es morgen nicht feucht in den Koffer legen. Am Himmel waren ein paar Wolken, die sich aber jetzt gerade verziehen. In Kiel sind ja manchmal Möwen, die am Strand spazieren gehen. Hier wandert eine weiße Taube an mir vorbei! Oder hab ich schon zu viel Sonne gehabt? 

Um 18.00 Uhr packe ich meine Sachen zusammen und gehe zu „meinem“ Restaurant essen. Natürlich wieder den Ensalada a la Casa mit einer Flasche Aqua. Heute ist eine andere Bedienung da. Sie fragt mich, ob ich auch Brot dazu haben möchte. Ja, das nehme ich. Der Salat schmeckt wieder sehr gut. Ich hab heute um mehr „Naranjas“ gefragt. Ich bekomme welche oben extra drauf, als Garnitur. Als ich gerade aufgegessen habe, kommt wieder „meine“ Kellnerin. Sie strahlt mich an. „Salad?“, fragt sie. „Si“, sage ich, „but finished!“ Sie fragt mich, ob ich einen „Cava“ haben möchte. Ist der mit Alkohol? „Si!“ Dann lieber nicht. Oder einen „Coffee?“ Ich habe das Gefühl, sie will mir etwas ausgeben. Aber Kaffee möchte ich jetzt auch nicht mehr. „Ok!“ Ich sage der anderen Bedienung, dass ich jetzt zahlen möchte. Als sie die Rechnung bringt, fängt sie auch an mich zu fragen, ob ich einen „Cava“ oder Kaffee möchte. „No, thanks, I´m fine!“, sage ich. Die Andere hat ihr bestimmt erzählt, dass ich ein Stammgast bin.  Morgen bin ich ja sowieso wieder weg. Aber das hat sie gestern bestimmt nicht so schnell verstanden. Ich bezahle und gehe. 

Auf meinem Weg zum Hotel fällt mir ein Balkon auf, auf dem zwei Skulpturen stehen. Sie sehen fast lebendig aus. So etwas finde ich faszinierend. 

Als ich wieder im Hotel bin, gehe ich noch mal duschen, denn der Sand klebt mit an den Beinen. Dann mache ich es mir auf dem Bett gemütlich. Zum Glück sind jetzt noch nicht so viele Nachbarn zu Hause. So kann ich die Balkontür noch etwas offenlassen. Ich habe hier ein paar mehr Steckdosen. So kann ich mein Handy und mein Tablett aufladen. Meinen Fitness-Tracker lade ich morgen früh auf, wenn ich mich fertig mache. Es ist jetzt schon 23.00 Uhr. Ich mache das Licht aus und versuche zu schlafen. Hoffentlich hören die Kanonenschüsse jetzt auf. Vor einer Stunde hat es ca. alle 15 Minuten geknallt. Bestimmt von der Militärbasis. Vielleicht ist hier irgendein Festtag, oder der König ist im Anflug. Ich mache den Lüfter an, weil meine Nachbarn scheinbar wieder eine Party feiern.

Mallorca - Tag 14

Ich werde um 6.30 Uhr wach. Der Hahn? Wer weiß! Ich stehe um 7.00 Uhr auf. Den Lüfter habe ich die ganze Nacht angehabt, gekühlt hat das aber auch nicht. Irgendwie hatte er eine komische Einstellung. Ich packe schon mal ein bisschen meine Sachen. Um kurz vor 9.00 Uhr gehe ich frühstücken. Ich muss mein Zimmer erst um 11.00 Uhr räumen, aber so viel Zeit brauche ich nicht. Ich checke kurz vor 10.00 Uhr aus. 

Zuerst fahre ich Richtung „Port d´Andratx“. Ich habe nur noch 5,00 Euro Bargeld, also muss ich noch irgendwo einen Bankautomaten finden. Ich parke außerhalb der Hafengegend. Es ist schon wieder tierisch heiß. 36°C. Nachdem ich mir den Hafen und die Cafés angeschaut habe, finde ich plötzlich einen Geldautomaten. Ich wollte schon aufgeben! Noch länger hierzubleiben, habe ich aber keine Lust. Also fahre ich weiter Richtung „Santa Ponca“. 

Hier einen Parkplatz zu finden, ist eine echte Herausforderung. Die öffentlichen Parkplätze sind alle überfüllt. Ich fahre etwas raus aus der Stadt. Da finde ich plötzlich einen. 

Ich gehe zu Fuß Richtung Strand. An dem Weg sehe ich ein italienisches Restaurant. Das Essen auf der Karte hört sich gut an. Ich bestelle mir einen Salat mir Rinderfiletstreifen, etwas Brot mit Dip und eine Flasche Aqua sin Gas. Die Bedienung ist Deutsche. Das ist ja angenehm! Das Essen schmeckt sehr gut. Nachdem ich bezahlt habe, gehe ich Richtung Strand. Der Strand sieht richtig gut aus! So stelle ich mir das vor! Schön breit und lang! Aber es ist einfach zu heiß! Ich bleibe im Schatten. Um ca. 16.00 Uhr mache ich mich auf den Weg. 

Ich halte kurz an einem Aussichtspunkt. Man kann vor hier aus zwei Felseninseln sehen. Ich mache ein paar Fotos, dann fahre ich weiter. Es gibt hier um die Ecke das „Cap de Cala Figuera“! Da möchte ich hin, aber irgendwie will mich mein Navi immer in Weg lotsen, die nicht befahren werden dürfen. Ich versuche es auf eigene Faust. Das Navi will mir noch einen anderen Weg zeigen, aber auch der führt mich zu einer Straße ins Nichts, bzw. zu einem Tor mit einem Schild. Es hört sich an, wie ein Naturschutzgebiet. Ich gebe auf und will jetzt schon mal zum Flugplatz. Das Navi führt mich wieder über eine Straße zu einem Mini-Strand, wo die Seitenstreifen mit Autos total zugeparkt sind. Natürlich haben die Straße hier wieder tierische Steigungen! Also Anfahren am Berg habe ich hier gut trainiert! Ich drehe um, und plötzlich hat das Navi die richtige Straße wieder gefunden!

Ich bin kurz vor dem Flughafen, als mir auffällt, dass es noch ganz schön lange bis zum Abflug ist. Ich fahre eine Ausfahrt ab und Richtung eines Einkaufszentrums. Ah, McDonalds gibt's hier auch! Das kenne ich doch! Es ist der McDonalds, den ich als Erstes angesteuert habe, als ich den Wagen bekommen habe. So ein Zufall. Jetzt esse ich hier wieder, bevor ich das Auto abgebe! 

Zack, schon sind zwei Wochen um! Da mein Handy nur noch ganz wenig Akku hat, versuche ich mein Tablett zu aktivieren, damit ich nachher noch zum Flughafen finde, bzw. zur Autovermietung. Aber es funktioniert nicht. Die Übertragungsstärke meines Tabletts ist nicht stark genug. Ok, dann muss ich es nachher so schaffen. Jetzt esse ich erstmal. Chicken Nuggets, einen Schoko-Muffin, einen Cappuccino und einen Erdbeer-Bananen-Smoothie. Als ich fertig bin, setzte ich mich noch etwas ins Auto. Es steht im Schatten, das ist dann ganz angenehm mit offener Tür. Es ist jetzt 19.00 Uhr. Es ist noch zwei Stunden hell, aber im Moment weiß ich noch nicht, was ich mache.

Um 20.00 Uhr fahre ich vom Parkplatz los. Ich finde den Weg zur Autovermietung nicht, da mein Handy-Akku so gut wie leer ist. Ich fahre Richtung Flugplatz, aber da sind die ja nicht. Da ich noch tanken muss, fahre ich zu einer Tankstelle. Nach dem Tanken frage ich nach meiner Autovermietung. Die Dame an der Kasse kann es mir sehr gut erklären. Nach ca. 10 Minuten bin ich da. 

Ich gebe das Auto ab. Es ist alles in Ordnung. Ich bedanke mich bei dem Herrn von der Autovermietung und sage ihm, dass der Wagen wirklich super war. Mit einem Shuttle werde wir um ca. 22.00 Uhr zum Flughafen gebracht. Ich schaue mich in der Flughafenhalle um. Oh, ein Schalter von „Raynair“ ist noch auf, aber die Dame am Schalter sagt mir, dass ich erst morgen früh meinen Koffer abgeben kann. Hab ich mir schon fast gedacht. Also nehme ich alles mit und suche mir ein WC. Es ist total eng mit dem Koffer im WC, aber es funktioniert. Als Nächstes brauche ich eine Ladestation für mein Handy. Irgendwo müssen die doch sein. Ah, da stehen zwei junge Männer mit Kabeln am Handy. Ich stelle mich dazu. Ein Mann in meinem Alter hat sein Handy allein auf dem Tresen liegengelassen und holt sich gerade eine Cola. Sein Handy klingelt. Die Jungs und ich sagen ihm Bescheid. „Oh, ja danke!“, sagt er. Ah, ein Deutscher! Wir kommen ins Gespräch. Schon habe ich einen Gesprächspartner bis morgens um 5.00 Uhr! Er erinnert mich sehr an „den fröhlichen Glückshasen“ bzw. an Heinz Schenk. Er sieht ihm ähnlich und er babbelt auch so. Aber er hat viele Geschichten auf Lager, sodass die Zeit relativ schnell vergeht. Erst bei der Verabschiedung stellt er sich mit „Georg“ vor. – Also doch nicht „Heinz“. Um 4.00 Uhr esse ich noch ein warmes Croissant und trinke einen Cappuccino. 

Um 5.00 Uhr kann ich ohne Probleme meinen Koffer aufgeben. Dann gehe ich zum Security-Check. Auch hier klappt, nach kurzem Abtasten, alles gut. Ich mache mich auf den Weg zu meinem Boarding-Schalter. Unterwegs hole ich mir noch ein Wasser. Hier ist eine total lange Schlange. Ich will mir noch kurz eine lange Hose anziehen. Ich schaffe alles, aber mit dem vorzeitigen Check-in, hat sich das erledigt. Im Flugzeug sitze ich neben einem deutschen Ehepaar. Sie sind ganz sympathisch. Ich bin total müde. Inzwischen bin ich über 24 Stunden wach! Ich versuche, etwas zu schlafen. Es funktioniert nicht. Der Flug ist ruhig und geht relativ schnell vorbei. Um 9.15 Uhr landen wir pünktlich in Hamburg. Marisa und Thomas holen mich ab. Sie wollen mich überraschen, aber ich kann mich an ihnen vorbeischleichen und überrasche sie! Endlich wieder zu Hause!